M-Commerce: So ermöglichen Sie den Übergang von mobilem Stöbern zum PC-Shopping



 

Bei einem unserer letzten RapidUsertests für Smartphones beobachteten wir, dass Nutzer sich zwar mobil über das Produkt informieren, aber den tatsächlichen Kauf erst viel später durchführen wollten. Sie fanden jedoch keine Möglichkeit, sich die angesehenen Produkte für den späteren Kauf auf dem heimischen PC zu merken.


 

Kunden wechseln vom Smartphone auf Desktop oder Tablet

Unsere Beobachtung wird durch Daten einer Google-Studie unterstützt:

  • 93% der Nutzer haben beim Stöbern mit dem Smartphone eine Kaufabsicht
  • aber nur 17% kaufen anschließend tatsächlich mit dem Smartphone ein
  • 45% der Nutzer wechseln auf ihren heimische Desktop-PC oder ihr Tablet und erwerben das Produkt dort

Bei einem Großteil der Smartphone-Nutzer besteht beim Online-Shopping also eine Kaufabsicht – für den eigentlichen Kauf wird jedoch das Gerät gewechselt. Werden die Nutzer hierbei nicht optimal unterstützt, gibt es 2 Hürden: Sie müssen sich später erinnern und den Artikel erneut suchen. Diese Hürden sind für den Kunden unnötig und damit ein Conversionkiller.

 

Wie können Online-Shops den Gerätewechsel unterstützen?

Vor allem Online-Shops sollten ihre Kunden beim Wechsel vom Smartphone auf den heimischen Desktop oder das Tablet unterstützen. Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

1. Speichern Sie automatisch den Warenkorb für eingeloggte User – wechselt der Nutzer auf ein anderes Gerät und loggt sich dort ein, kann der Einkauf direkt fortgesetzt werden.

2. Geben Sie nicht-eingeloggten Usern eine Möglichkeit sich Artikel zu merken und diese Merkliste einfach per Mail zu versenden. Die mobile Webseite von Cyberport bietet z.B. eine einfache Möglichkeit zum Speichern einer Merkliste an. Diese kann anschließend per Mail versendet werden, so dass sie auf einem anderen Gerät weitergenutzt werden kann.

Merkzettel auf der mobilen Cyberport SeiteAbb.1: Der Merkzettel der mobilen Cyberport-Webseite lässt sich per Mail versenden

 
3. Stellen Sie sicher, dass der Link zur Desktop-Version eines Produkts auch immer zum Produkt führt und nicht nur auf die Startseite Ihres Online-Shops, so dass ein Versenden des Links per Mail dem Nutzer erlaubt, sich einzelne Produktseiten zu merken.
 

Fazit

Kunden stöbern gerne und oft mit dem Smartphone, aber die Mehrzahl der tatsächlichen Käufe findet weiterhin auf dem heimischen Desktop oder Tablet statt. Online-Shops müssen Nutzer bei diesem Gerätewechsel unterstützen.

 
 
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Robert Lischke - Usability Psychologe
Über den Autor:

Robert Lischke ist Usability-Psychologe und hat eine Ausbildung im Design-Thinking. Er ist umfassender Generalist und erfahren in qualitativen und quantitativen Projekten, sowie der Interface-Konzeption.

 
 
 


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