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Felix Hoppe
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20 Minuten, 3 Minuten oder nur 5 Sekunden? Wie lange Tester sich bei einem Usability-Test mit dem Testobjekt auseinandersetzen sollen, hängt ganz von der Fragestellung ab.

Auch ob ein Test besser moderiert oder unmoderiert durchgeführt werden sollte, hängt zum einen davon ab, was man herausfinden möchte und andererseits auch vom Testobjekt.

Eines haben die hier vorgestellte Methoden alle gemeinsam: Sie finden remote statt, die Tester befinden sich also in ihrer gewohnten Umgebung und testen auf ihren eigenen Geräten. Die Tests sind daher ortsunabhängig und näher an der Realität als Inhouse- oder Labortests. Alle Varianten kannst du auch mit deinen eigenen Testern durchführen.

Wann welche Remote-Usability-Test-Methode den größten Effekt hat und wie man sie richtig einsetzt, erklären wir hier:

 

5-Sekunden-Tests

Websitebesucher entscheiden sich oft bereits nach wenigen Sekunden, ob eine Seite oder ein Angebot für sie relevant ist oder nicht. Ein gutes Design zeichnet sich deshalb darin aus, die Kernbotschaft innerhalb von maximal 5-Sekunden zu vermitteln.

Wie euer Produkt in dieser Hinsicht abschneidet, erfahrt ihr mit einem 5-Sekunden-Test.

Für diese Fragestellungen eignen sich 5-Sekunden-Tests:

  • Erster Eindruck: Kommt deine Kernbotschaft an? Deckt sich der erste Eindruck der Tester mit deinen Markenwerten?
  • Relevanz: Ist dein Angebot relevant für deine Zielgruppe? Erfüllt es ihre Bedürfnisse?
  • Design/Branding: Wirkt dein Design ansprechend auf die Nutzer? Welche Emotionen weckt es?
  • Verständnis: Werden die Inhalte deines Designs auf den ersten Blick verstanden?
  • Desirability: Lösen deine Website, dein Werbemittel oder sonstige Designs, bei den Nutzern das Verlangen aus, dein Produkt zu besitzen/nutzen? Spricht dein Produkt wirklich den größten Pain der Nutzer an?
  • Varianten-Vergleich: Du kannst innerhalb eines RapidUsertests mehrere 5-Sekunden-Tests durchführen und den Testern auch randomisiert vorlegen. Dies eignet sich besonders, um die Wirkung verschiedener (Konkurrenz-)Websites oder Design-Varianten zu vergleichen.

Wie genau 5-Sekunden-Tests funktionieren, Best-Practices und einige Beispielaufgaben liest du hier.

 

3-Minuten-Tests

Statt hitziger Diskussionen über kleine Interface-Anpassungen oder neue Features zu führen: Erstellt einfach vormittags einen 3-Minuten-Test, geht entspannt Mittagessen und danach gibt euch eure Zielgruppe schon Klarheit über eure brennenden Fragen.

3-Minuten-Tests sind sehr kurze Usability-Tests, die nur eine Aufgabe umfassen, sich daher sehr schnell erstellen lassen und die ca. 3-minütigen Videos sind schnell auszuwerten.

Für diese Fragestellungen eigenen sich 3-Minuten-Tests:

  • Designvergleich: Welches Design spricht deine Nutzer am meisten an? Wo werden deine Markenwerte am besten kommuniziert?
  • Feature-Tests: Wie kommt das neue Feature bei den Nutzern an? Können sie es von Anfang an richtig bedienen?
  • Erster Eindruck: Hol dir Feedback zum ersten Eindruck einzelner Seiten (z. B. Landingpage, Startseite, Anzeige) ein.
  • Werbemittel: Wie ist der erste Eindruck von Anzeigen, Flyern, Plakaten und sonstigen Werbemitteln? Sind sie überzeugend? Kommt die Message rüber?
  • Suchmaschinenergebnisse: Wie gehen deine Kunden bei der Suche vor, welche Ergebnisse sprechen sie an und warum?
  • Retests: Gehe einzelnen Erkenntnissen aus vergangenen RapidUsertests näher auf den Grund oder teste deine abgeleiteten Optimierungen zielgenau.

Hier liest du alles über unsere 3-Minuten-Tests.

 

Ausführliche Remote-Usability-Tests

Für alle Fragestellungen, die nicht durch 5-Sekunden- oder 3-Minuten-Tests beantwortet werden können, solltest du auf ausführlichere UX-Tests zurückgreifen. Hier unterscheiden wir zwischen moderierten und unmoderierten Tests:

Unmoderierte Remote-Usability-Tests (~20-Minuten)

In unmoderierten Remote-Usability-Tests kannst du mit einigen Einschränkungen alles testen. So eignen sie sich zum Beispiel für:

  • Tests der gesamten Onsite-Journey: Wie finden sich Kunden auf deiner Seite zurecht? Wo würden sie abspringen? Wie kommen sie durch den Checkout?
  • Prototypen: Auch Prototypen können moderiert getestet werden, so lange sie voll funktionstüchtig sind. Für Low-Fidelity Prototypen sind moderierte Remote-Tests besser geeignet. Best-Practices für Usability-Tests von Prototypen.
  • Wettbewerber Tests: Wie wirkt deine Seite im Vergleich zu Wettbewerber-Seiten? Du kannst sowohl within group als auch between group testen.
  • Software-Tests: Wie gut kommen Neu- oder Bestandskunden mit deiner Software klar?

Du kannst auch einen 5-Sekunden-Test vor den Test vorschalten, um den erste Eindruck abzufragen und im Anschluss die gesamte Website testen lassen.

Kleinere Anpassungen, die du auf Grund des ausführlichen Tests vornimmst, kannst du sehr gut mit einem 3-Minuten-Test überprüfen.

 

Moderierte Remote-Tests

Bei moderierten Remote-Tests testen die Probanden zwar das Testobjekt auch von zu Hause aus, du kannst jedoch live mit ihnen sprechen.

Sie eignen sich daher besonders für folgende Test-Cases:

  • Low-Fidelity-Prototypen: In moderierten Tests kannst du die Tester besser instruieren, während des Tests führen und Nachfragen stellen, weshalb sie auch für Low-Fidelity-Prototypen geeignet sind.
  • Research-Interviews: Statt für einen Usability-Test kannst du die Live-Session auch für Research-Interviews nutzen.
  • UX-Test in Kombination mit Interview: Natürlich lassen sich Usability-Test und Interview auch miteinander kombinieren – erst Website-Check und dann noch Research-Fragen stellen.
  • Erklärungsbedürftige Produkte: Braucht dein Testobjekt längere Instruktionen oder Einarbeitunszeit? Auch dafür eignen sich moderierte Tests.

Einen Vergleich von moderierten Remote-Tests mit Inhouse-Tests findest du hier.

 

Zusammenfassung: Für jede Fragestellung die passende Testmethode

Hier noch einmal alle Methoden im Überblick:

  • 5-Sekunden-Tests: Eignen sich für den ersten Eindruck von Websites, Designs oder Werbemitteln.
  • 3-Minuten-Tests: Eignen sich für kleine Fragestellungen, die innerhalb weniger Minuten gelöst werden können.
  • Unmoderierte Remote-Tests: Eignen sich für umfangreichere Tests, zum Beispiel der gesamten Customer Journey.
  • Moderierte Remote-Tests: Eignen sich für Tests von Low-Fidelity-Prototypen, erklärungsbedürftigen Produkten oder für User-Research.

Über den Autor

Sophie Krüger

Marketing-Managerin

Sophie Krüger hat Medienkommunikation mit Schwerpunkt Medienpsychologie studiert. Sie verantwortet unsere Kundenkommunikation und schreibt über alles rund um die Agentur.

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