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Welche Auswirkungen hat Corona auf UX-Testing und UX-Research? Inwieweit müssen Arbeitsweisen und Methoden angepasst werden?  Und welche Veränderungen werden auch nach der Pandemie Bestand haben?

Uns haben diese Fragen in den letzten Monaten sehr beschäftigt und in unserem Team rege Diskussionen ausgelöst. 

Und deshalb haben wir einfach mal 22 UX-Experten befragt, wie sich die Pandemie auf ihre Arbeit ausgewirkt hat – und wie Corona sie nachhaltig beeinflussen wird.

Das waren ihre Antworten:

UX goes Remote!

Vor der Pandemie wurden nur ungefähr 40% der UX-Methoden remote umgesetzt. Viele Methoden wurden fast ausschließlich persönlich vor Ort durchgeführt.

Während der Pandemie wurden 80% der UX-Methoden remote umgesetzt, also fast ausschließlich.

Auch für die Zeit nach der Pandemie wünschen sich die Befragten einen stärkeren Fokus auf remote, da sie die Vorteile dieser Umsetzung während der Pandemie gespürt haben. Sie wollen mindestens 60% der UX-Methoden zukünftig remote durchführen.

Besonders auffällig ist dieser Trend bei Tiefeninterviews, Fokusgruppen Card-Sorting, sowie bei moderierten Usability-Tests von Prototypen und Desktop-Anwendungen.

Vor Corona führten die Befragten diese Methoden lieber persönlich vor Ort durch. Für die Zukunft wollen viele diese Methoden häufiger remote durchführen, nach dem sie während der Pandemie damit gute Erfahrungen gemacht haben.

Ein weiterer Hinweis dafür, dass die Zukunft von UX in der Cloud liegt: Entgegen unseren Erwartungen wurde keine der von uns abgefragten UX-Methoden während der Pandemie seltener eingesetzt als vor der Pandemie. In Kombination mit den obigen Ergebnissen zeigt dies, dass sich selbst moderierte Methoden mit den richtigen Tools einfach remote umsetzen lassen. 

Corona hat also gezeigt, dass alle gängigen UX-Methoden auch remote funktionieren. Und auch wenn es schwierig ist, vorherzusagen, was die Zukunft bringt, gehen viele der UX-Experten davon aus, dass sich remote durchgeführte UX-Methoden in ihrem Arbeitsalltag auch langfristig etablieren werden. 

Remote-Methoden sind günstiger und weniger aufwändig  

Fast 70% der Befragten gaben an, dass UX-Methoden vor Ort teurer für sie sind als die Durchführung remote. Nur 6% waren der Ansicht, dass Remote-Methoden teurer sind, der Rest sah keinen Unterschied.

50% der UX-Experten nehmen die Durchführung vor Ort als zeitlich aufwändiger wahr. Für 19% sind Remote-Methoden aufwändiger und für den Rest macht es keinen Unterschied.

Über 50% sagen, die Vorbereitung und Durchführung von Remote-Methoden sei einfacher als bei Methoden vor Ort. Nur 19% (Vorbereitung) bzw. 12% (Durchführung) der Befragten finden die Methoden vor Ort einfacher umzusetzen. 

Die meisten Befragten (60%) sahen keinen Unterschied in der Ergebnisqualität zwischen der Umsetzung remote und vor Ort. Jedoch gaben auch 40% an, dass sie die Ergebnisqualität bei der Umsetzung vor Ort höher wahrnehmen. 

Die Ursache hierfür liegt möglicherweise in der Auswertung, welche von 45% als einfacher vor Ort wahrgenommen wird und in der Akzeptanz der Ergebnisse, welche wiederum von 40% als höher bei UX-Methoden vor Ort wahrgenommen werden.

Diese Ergebnisse decken sich mit der Erfahrung, die wir über die Jahre in zahlreichen Kundenprojekten gewonnen haben. So zeigt sich in vielen Unternehmen vom höheren Management immer noch eine gewisse Skepsis gegenüber der Bedeutung von UX. Eine Skepsis, die durch vor Ort und persönlich durchgeführte Methoden reduziert werden kann, wenn Skeptiker gezielt als Zuschauer eingeladen werden und so das erste Mal ein tiefes Verständnis für ihre Kunden erlangen. 

Wir konnten jedoch auch feststellen, dass ähnliche Ergebnisse mit remote durchgeführten Methoden erzielt werden können, wenn die richtigen Tools eingesetzt werden.

Also noch einmal zusammengefasst: Remote-Methoden werden von den meisten Befragten als kostengünstiger, weniger zeitaufwändig und einfacher umzusetzen empfunden als die Durchführung der Methoden vor Ort. Und mit den richtigen Tools leiden auch weder die Qualität noch die Überzeugungskraft der Ergebnisse.

Als UX-Agentur sind wir bereits seit 10 Jahren auf Remote-UX-Methoden spezialisiert. Für uns ergibt die Entwicklung hin zu remote auch unabhängig von der pandemischen Lage Sinn, da Remote-Tests und -Interviews günstiger und agiler sind. Sie fügen sich dadurch einfach besser in die Produktentwicklungsprozesse ein und sind somit für die nutzerzentrierte Entwicklung besser geeignet als Tests und Interviews vor Ort.

Und so unterstützen RapidUsertests dich beim Remote-UX-Testing:

  • Du kannst Zuschauer zu den moderierten Remote-Tests einladen.
  • Deine Auswertung wird dir durch Videoaufzeichnungen, verknüpfte Kommentar-, Tag- und Checklistensysteme erleichtert. 
  • Du kannst mit wenigen Klicks Highlightvideos schneiden und kleine Videoausschnitte im Unternehmen teilen, um bei allen Stakeholdern eine Empathie für eure Kunden aufzubauen. 

Wie erlebst du die aktuelle Situation? Wir freuen uns über eine E-Mail mit deinen Erfahrungen und tauschen uns gerne mit dir über die Best-Practices von UX während Covid aus. Teile spannende Insights auch gerne in einem Gastbeitrag auf unserem Blog mit unseren Leserinnen und Lesern!

Über den Autor

Sophie Krüger

Marketing-Managerin

Sophie Krüger hat Medienkommunikation mit Schwerpunkt Medienpsychologie studiert. Sie verantwortet unsere Kundenkommunikation und schreibt über alles rund um die Agentur.

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