Top-Beiträge 2016 im RapidUsertests-Blog

Top-Beiträge 2016 im RapidUsertests-Blog

Henriette Zarske | 18. Januar 2017 | Wir über uns

UX und Usability-Insights sind gefragt. Grund genug zu schauen, welche unserer Blog-Artikel aus 2016 am meisten gelesen wurden. Fünf Beiträge mit vielen Praxistipps zur Conversion-Rate-Optimierung sowie Produktentwicklung!

1. Experten-Interview: Erkenntnisse aus Usability-Tests, Unternehmensbrillen & Bootstrapping

In diesem Interview sprechen Birgit Bärnreuther und Benjamin Uebel, die Gründer von RapidUsertests & Userlutions, anlässlich des 5-jährigen Firmen-Jubiläums über ihre Erfahrungen, die Gründungsidee, das zunehmende Interesse an Usability und User-Centered-Design und die Vorteile der Selbstfinanzierung (Bootstrapping).

2. Schadet die AGB-Checkbox der Usability?

Obwohl viele Online-Shops eine Checkbox zur Bestätigung der AGBs verwenden, ist diese nicht verpflichtend. Ein klarer, unmissverständlicher und verlinkter Hinweis auf die AGBs ist per Gesetz ausreichend. Sollte man die AGB-Checkbox nun also verwenden oder nicht? In diesem Artikel werden Vor- und Nachteile der AGB-Checkbox aus Usability-Sicht diskutiert. Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte…

3. 15 Best-Practices für Usability-Tests mit Prototypen, die Sie kennen sollten

Der frühe Vogel fängt den Wurm – auch im Zusammenhang mit Usability-Tests kann dieses Sprichwort verwendet werden. Erfahren Sie in diesem Beitrag wie Sie einen Usability-Test mit einem Prototypen vorbereiten, welche Rolle Verlinkungen spielen und wie Sie den Nutzer bzw. Tester instruieren sollten. Sie erfahren außerdem welche Besonderheiten bei Prototypen von mobilen Websites/Apps, Wireframes und klickbaren PDFs zu beachten sind.

4. Wie Sie mit Crowd-Usability-Tests die Langzeitnutzung Ihres Produkts besser verstehen

Apps und andere Programme, die den Alltag erleichtern sollen, werden immer beliebter: Besonders zu Themen wie Kochen, Sport, Auto oder Gesundheit. Bei vielen von ihnen zeigen sich die Usability-Probleme jedoch erst bei der kontinuierlichen Verwendung im Alltag. In unserem Beitrag zeigen wir wie Crowd-Usability-Tests auch für Langzeitstudien verwendet werden können und welche Vorteile sie gegenüber Tagebuchstudien aufweisen.

5. Wie Ihr Zielgruppenwissen Ihre Conversionrate beeinflusst

Auch wenn die Zielgruppendefinition ist nicht immer einfach ist: Für die richtige Zielgruppe zu entwickeln, sowie seine Hypothesen durch diese bestätigen zu lassen, ist essenziell. Wie Sie mit der richtigen Zielgruppen-Ansprache die Conversion steigern und welche Zielgruppeninformationen Sie für einen Usability-Test benötigen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Wie Ihr Zielgruppenwissen Ihre Conversionrate beeinflusst

Wie Ihr Zielgruppenwissen Ihre Conversionrate beeinflusst

Christian Kleemann | 25. Februar 2016 | User-Experience-Tipps

In den letzten Jahren haben unsere UX-Berater tausende Usability-Tests erstellt, analysiert und dabei folgendes festgestellt: Wenn wir mit unseren Kunden die Tests entwickeln, hören wir bei der Frage nach der Zielgruppe oft die Antwort: “Eigentlich jeder.”

Warum jeder nicht gleich jeder ist, wie unterschiedliche Zielgruppen die Conversion beeinflusst und welche Zielgruppeninformationen Sie für einen aussagekräftigen Usability-Test benötigen, haben wir im Team besprochen und ein paar Unterschiede zum besseren Verständnis zusammengetragen.

Männer vs. Frauen

Eine nie endenwollende Geschichte und immer spannend – mit Usability-Videos schauen wir genauer hin. Wie shoppen die Geschlechter im Vergleich und worauf legen sie besonderen Wert beim Einkauf? Hier 3 Beispiele aus unseren Usability-Tests:

  1. Männer achten bei Notebooks auf Megahertz und RAM – Frauen mehr auf Aussehen, Preis und Gewicht. Generell haben die Männer, was das Verständnis betrifft, die Nase bei technischen Käufen vorn, dafür die Frauen bei Kleidung.
  2. Männer wollen eindeutige Produktabbildungen und Abmessungen – Frauen tendieren zu hübschen Aufnahmen in ansprechender Kulisse.
  3. Frauen sind Preis-sensibler als Männer und sprechen auf Schlussverkäufe eher an.

Natürlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel, jedoch erkennen wir in unseren Analysen klare Tendenzen, was Frauen und Männer beim Onlineshopping bevorzugen. Einfachste Personalisierung im Onlineshop kann die Conversion Rate erhöhen und sorgt für bessere Kundenzufriedenheit.

PayPal vs. Lastschriftverfahren

Auch Usability-Tests mit deutschen Nutzern zeigen: Tester lieben PayPal. Es ist einfach, sicher und schnell. Innerhalb zahlreicher Analysen bevorzugten unsere Tester am liebsten PayPal, Überweisung und die gute alte Rechnung.

Die Begründung: Bei diesen Zahlungsarten liegt die gefühlte Kontrolle der Bezahlung mehr in den Händen Ihrer Käufer. Bei der Lastschrift wird diese Kontrolle einem “Unbekannten”, nämlich an den Empfänger abgegeben. Typischer Fall von Kontrollverlust würde Freud wohl sagen. Wir nennen es Sicherheit beim Bezahlvorgang.

Zum Vergleich: Bei amerikanischen Analysen sah das ganz anders aus, hier ist die Kreditkarte das beliebteste Zahlungsmittel. Abhängig von Region, Produkt und Anbieter werden also verschiedene Zahlmethoden bevorzugt.

Die „richtigen“ Zahlungsarten im Onlineshop anzubieten, wirkt sich daher nachhaltig auf die Conversion aus.

Alt vs. Jung

Jeder der schon mal früh um 8 Uhr beim Shoppingcenter seines Vertrauens war, wird bestätigen, dass die Verteilung zwischen Jung und Alt auffällig ist. Auch innerhalb der Customer Journey im Onlineshop gibt es zahlreiche Unterschiede, insbesondere online.

Immer wieder erleben wir ansprechend gestaltete Websites mit schwer verständlichen Informationsstrukturen. Häufig werden Websites am zukünftigen Besucher vorbeigestaltet und Agenturen, Produktmanager sowie Entwickler tun sich schwer einen Spagat, zwischen guter Informationsstruktur und Design, zu finden.

Hier 3 Beispiele:

  1. Ältere User erkennen das Hamburger-Icon nicht als Menu-Button. Abhängig von Internet-Affinität und Alter kann dieses Symbol schnell im Verständnisbereich Ihrer Nutzer untergehen.
  2. Ältere Internetnutzer lesen mehr als junge. Junge Nutzer scannen Inhalte oberflächlich und steigen nur tiefer ein, wenn sie beim Überfliegen einen Mehrwert erkennen.
  3. Ältere sind auf Informationen aus und lesen öfters Texte, um Hintergrundinformationen zu erhalten. Auch kommt es schon mal vor, dass unsere älteren Tester die AGB’s abfotografieren, wenn Sie diese nicht ausdrucken können.

Welche Informationen Sie vor einem Usability-Test über Ihre Zielgruppe benötigen

Für valide Ergebnisse im Usability-Test ist es wichtig, dass Ihre Zielgruppe die Seite untersucht. Wie wir beschrieben haben, ist jeder eben nicht gleich jeder. Zielgruppenverhalten im Internet kann daher nicht pauschalisiert werden. So grenzen Sie Ihre Zielguppe vor einem Usability-Test richtig ein:

  1. Definieren Sie Minimal-und Maximalanforderungen Ihrer Zielgruppe für einen Test
  2. Legen Sie eine Altersstruktur fest
  3. Analysieren Sie die Geschlechterverteilung Ihrer Besucher
  4. Legen Sie bestimmte Affinitäten fest (online, technisch etc.)
  5. Definieren Sie Interessengebiete Ihrer Nutzer

So setzen Sie Usability-Tests für die Optimierung Ihres Onlineshops ein.

Fazit

Zielgruppen verhalten sich vor allem im Internet unterschiedlich. Affinität, Kenntnisstand oder bestimmte Präferenzen wirken sich nachhaltig auf Ihre Conversion aus.

Umfragen und Usability-Tests helfen, das eigene Verständnis zu schärfen und Webentwicklungen auf die Bedürfnisse der Käufergruppen abzustimmen. Für die richtige Zielgruppe zu entwicklen, sowie seine Hypothesen durch diese bestätigen zu lassen, ist essenziell.