15 Best-Practices für Usability-Tests mit Prototypen, die Sie kennen sollten

15 Best-Practices für Usability-Tests mit Prototypen, die Sie kennen sollten

Sophie Krüger | Sep 20, 2016 | Testing-Tipps

Frühe Fehler sind besser als späte Fehler. Das gilt auch für die Usability: Nutzungsprobleme, die bereits in der Prototyp-Phase entdeckt werden, lassen sich deutlich schneller und kostengünstiger beheben als Fehler, die erst nach der Programmierung oder dem Live-Gang gefunden werden. In diesem Beitrag nennen wir daher ein paar Best-Practices für Usability-Tests von Prototypen und decken Fallstricke auf, die es zu vermeiden gilt.

Welche Prototypen mit RapidUsertests getestet werden können und wie diese Tests ablaufen, haben wir schon in einem früheren Beitrag erklärt. Getestet werden kann alles von klickbaren PDFs, über Wireframes bis hin zu High Fidelity Prototypen – auch von mobilen Websites und Apps.

Der Ablauf von Usability-Tests mit Prototypen

Den Nutzern Zugangsdaten zur Verfügung stellen – Oft ist es sinnvoll, Prototypen im Web mit einem Passwortschutz zu versehen. Geben Sie den Testern in der ersten Aufgabe Zugangsdaten, um auf den Prototyp zugreifen zu können.

Prototyp an den Haupt-Use-Cases ausrichten – Um eine gute Basis für die Optimierung des Prototyps zu schaffen, sollte er die Haupt-Use-Cases abdecken und darauf optimiert sein. Diese müssen sich in den Aufgaben des Usability-Tests widerspiegeln. Sprich: Es müssen nicht alle Links klickbar sein, sondern nur die wichtigsten Links.

Am wichtigsten: Richtige Verlinkungen im Prototyp

Prototypen, deren Verlinkungen in Sackgassen oder aus dem Prototyp herausleiten, führen dazu, dass Sie keine aufschlussreichen Ergebnisse erhalten und der Aufwand umsonst war. Die Nutzer verlieren die Orientierung oder landen auf den falschen Seiten und müssen den Test daher abbrechen. Diese Orientierungsverluste beeinträchtigen die Testergebnisse und sind unnötig, wenn sie aufgrund unsorgfältiger Verlinkung des Prototyps entstanden sind. Hier Tipps zur optimalen Verlinkung:

Konsistente und logische Links setzen – Alle Links müssen in sich logisch und konsistent sein, um die Nutzer nicht zu verwirren. Wenn das Logo auf einer Seite zur Homepage verlinkt, sollte es das auf allen anderen Seiten auch tun. Genau so sollten Links in der Navigationsleiste die Nutzer immer zur gleichen Seite führen.

Nicht aus dem Prototyp heraus linken – Vor allem bei Usability-Tests, die nicht moderiert werden (wie RapidUsertests) sollten keine Verlinkungen aus dem Prototyp herausführen, z.B. zu einer bereits fertigen Webseite. Dies würde das Risiko bergen, dass die Nutzer nicht wieder zum Prototyp zurückfinden.

Nur die notwendigen Links – Bei unmoderierten Usability-Tests gibt es niemanden, der die Nutzer wieder auf den richtigen Weg leitet, wenn sie sich in der Linkstruktur verlaufen. Deshalb sollte der Prototyp bei dieser Art von Tests im Idealfall nur Links beinhalten, die für den Test auch wirklich benötigt werden.

Fragen, was die Nutzer hinter nicht-klickbaren Links erwarten würden – Auch wenn in einem Prototyp noch nicht alle Links funktionieren, können Sie die Nutzer fragen, was sie hinter diesen Links erwarten würden. So testen Sie, ob die Erwartung/das Verständnis mit Ihrer Absicht übereinstimmt.

Wie die Nutzer instruieren? – Best-Practices

Auf unfertige Website/App hinweisen – Die Nutzer sollten auf jeden Fall zu Beginn des Tests instruiert werden, dass es sich um eine unfertige Website/App handelt. Das Wort ‚Prototyp‘ könnte dabei zu unklar sein. Ohne diesen Hinweis behandeln die Nutzer die Website/App wie ein fertiges Produkt.

Fokus der Nutzer steuern – Instruieren Sie die Nutzer, worauf sie achten sollen und was sie missachten können. Geht es in dem Test z.B. um die Navigation, sollten die Tester wissen, dass sie ihr Hauptaugenmerk darauf legen sollen und das Design noch vernachlässigen können.

Prototypen-Usability-Tests - Nutzerführung

Die Tester brauchen klare Instruktionen, damit sie den Usability-Test nicht frustriert abbrechen.

Tipp:

Nicht notwendige Elemente ausblenden – Manche Prototyping-Programme (axure, invision, marvelapp) hinterlassen Bedienelemente im Prototyp (Dialogboxen, Inhaltsverzeichnis), die für die Nutzer verwirrend und ablenkend sind. Diese Elemente lassen sich ausblenden, was allerdings häufig vergessen wird.

Prototypen mobiler Websites und Apps testen

Einsatz auf möglichst vielen Geräten ermöglichen – Bei RapidUsertests testen die Nutzer von zu Hause auf ihren eigenen Geräten, was die Tests besonders realistisch macht. Das bedeutet aber auch, dass sie auf einer Vielzahl verschiedener Geräte durchgeführt werden und der Prototyp auf so vielen verschiedenen Geräten und Bildschirmgrößen funktionieren sollte.

Der App-Name muss Vertrauen erwecken – Sollen sich die Nutzer eine unfertige App herunterladen, sollte der Name der APK-Datei bzw. des Prototyps vertrauenswürdig sein. Sonst werden die Nutzer skeptisch und werden nicht an dem Usability-Test teilnehmen.

iOS-Prototypen müssen im App-Developer-Tool veröffentlicht werden – Dieser Veröffentlichungsprozess dauert in den meisten Fällen einige Tage und muss in den Test-Zeitplan eingeplant werden.

App-Prototypen müssen sich wie Apps anfühlen – Wird der App-Prototyp über den Browser aufgerufen, sollten die Nutzer sich die App auf dem Startbildschirm anzeigen lassen („add to home screen“), damit sie das Look-and-feel einer App bekommen. Hierzu müssen die entsprechenden Instruktionen gegeben werden.

Usability-Tests mit Wireframes

Wireframes besser mit Moderator testen – Wireframes sind eine sehr rohe Form von Prototypen. Sie haben oft nur wenig Content und sehen ohne das Design sehr abstrakt aus. Dadurch sind sie oft nicht selbsterklärend und von den Nutzern wird ein hohes Abstraktionsvermögen verlangt. Es ist daher empfehlenswert einen Usability-Test mit einem Moderator im Labor durchzuführen, der bei Verständnisproblemen eingreifen kann.

Prototypen-Usability-Tests - Wireframes

Wireframe-Tests mit Crowd-Usability-Tests – Entscheidet man sich doch für einen Wireframe-Test mit Crowd-Usability-Tests, wie RapidUsertests, gilt es Folgendes zu beachten:

  • Selbsterklärende Gestaltung – Der Wireframe muss so selbsterklärend wie möglich sein, um die Nutzer auch ohne einen Moderator durch den Prototyp leiten zu können.
  • Sinnhaften Content liefern – Die Nutzer brauchen konkrete Inhalte, um sich im Prototyp zurechtzufinden. Lorem-Ipsum-Text und andere Platzhalter sollten vermieden werden.
  • Nutzer instruieren – Um den Nutzern in das richtige Mindset zu versetzen, sollten sie vor dem Test darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine Website/App im Anfangsstadium handelt und worauf sie ihren Fokus beim Test legen sollen bzw. dass sie nicht das Design bewerten sollen.

Gründe gegen Crowd-Usability-Tests mit klickbaren PDFs

Von unmoderierten Tests klickbarer PDF-Prototypen raten wir aus folgenden Gründen ab:

PDF-Prototypen sind scrollbar – Dies kann den Nutzerfluss behindern und lässt den Test an Realitätsnähe verlieren.

PDF-Prototypen sind unberechenbar – Links in PDF-Prototypen sind unberechenbarer als bei anderen Prototyp-Arten. So passiert es zum Beispiel öfter, dass man zur Mitte der verlinkten Seite springt.

Tests, die von einem geschulten Moderator geleitet werden, können jedoch auch mit klickbaren PDFs durchgeführt werden.

Mit unserer Usability-Agentur Userlutions können Sie übrigens auch Prototypen in noch früheren Stadien, zum Beispiel Papier-Prototypen, testen. Außerdem konzipieren unsere UX-Experten bei Bedarf den Prototyp oder einzelne Seiten für Sie.

Haben Sie schon einmal einen Usability-Test eines Prototyps durchgeführt? Was sind Ihre Best-Practices?

Top-Beiträge 2015 im RapidUsertests-Blog

Top-Beiträge 2015 im RapidUsertests-Blog

Christian Kleemann | Mai 12, 2016 | Wir über uns

UX und Usability-Insights sind gefragt. Grund genug für uns zu schauen, welche Beiträge aus 2015 am meisten gelesen wurden. 5 Beiträge und über 25 Praxistipps zur Conversion-Rate-Optimierung sowie Produktentwicklung aus 2015.

1. Usability-Videos doppelt so schnell auswerten

Dass der meistgelesene Artikel sich um unser neues Auswertungstool dreht, zeigt, wie gefragt die Weiterentwicklung ist und wie häufig unser Tool genutzt wird. In unserem Beitrag erfahren Sie alles über die integrierten Features, um die Auswertung von Crowd-Usability-Tests zum Erfolg werden zu lassen.

2. Tipps für besser konvertierende Calls-To-Action

Call-To-Action sind ein bekannter Hebel der Conversion-Optimierung. In unserem Beitrag informieren wir zu den rechtlich erlaubten Wording-Kriterien und zeigen an Praxisbeispielen auf, wie man gut konvertierende Calls-To-Action findet.

3. Warum ein Klickprototyp die Software-Entwicklung vereinfacht

Ebenfalls oft gelesen und in der Praxis bewährt, ist unser Gastbeitrag zum Thema Klickprototypen. Franziska Mehlhorn von Picodo erläutert, wie man mit Klickprototypen realitätsnahe Simulationen erstellt, worauf man dabei achten muss und wie man intern das optimale Prototypen-Tool auswählt.

4. Wie das Abfragen vertraulicher Daten zum Erfolg wird

Das Abfragen vertraulicher Daten stellt Website-Betreiber täglich vor Herausforderungen. In unserem praxisbezogenen Beitrag erklären wir, wie man Vertrauen bei der Datenabfrage und mehr Registrierungen trotz Gastbestellung erzeugt.

5. Wie man dauerhaft App-Kennzahlen verbessert

Der Erfolg einer App wird überwiegend an 4 Kennzahlen gemessen. Welche Herausforderung Produktmanager bei der Optimierung von App-KPIs haben und wie man die App-Conversion dauerhaft anhebt, klären wir in diesem Beitrag.

Welche Themen interessieren Sie noch? Gerne greifen wir Fragestellungen in unseren nächsten UX-Beiträgen auf.

Gastbeitrag: Warum ein Klickprototyp die Softwareentwicklung vereinfacht

Gastbeitrag: Warum ein Klickprototyp die Softwareentwicklung vereinfacht

| Jan 14, 2015 | User-Experience-Tipps

Eine wesentliche Herausforderung der Softwareentwicklung ist es, dass sich zumeist erst nach Fertigstellung erkennen lässt, ob die Anwendung auch den Nutzerbedürfnissen gerecht wird. Anders als noch im Planungsstadium fallen dann jedoch für nötige Korrekturen deutliche Mehrkosten an.

Durch die Simulation von Apps oder Webseiten in Form von Klick-Prototypen erfolgt eine frühe Qualitätssicherung, indem mit vergleichsweise geringem Aufwand schon vor der tatsächlichen Umsetzung geprüft wird, ob insbesondere Usability und User Experience genügend Beachtung finden.

Frühzeitige realitätsnahe Simulation Ihres zukünftigen Angebotes

Klickprototypen tragen vor allem dazu bei, allen an der Entwicklung Beteiligten jederzeit ein gemeinsames Verständnis des künftigen Produktes zu vermitteln. Darüber hinaus bieten interaktive Klickprototypen weitere Vorteile, wie zum Beispiel:

  • leichte Visualisierung und Umsetzung von Ideen,
  • einfache Aufnahme und Verifizierung der gestellten Anforderungen,
  • frühes Testen von Designkonzepten mit Endbenutzern,
  • Vermeidung von unnötigen Features durch kritische Konzeptprüfung,
  • Reduzierung des Entwicklungsaufwands durch frühe Fehlererkennung,
  • Minimierung des Risikos nachträglicher Produktanpassungen sowie
  • Senkung von Entwicklungskosten.

Somit eignen sich Prototypen für verschiedene Einsatzszenarien wie:

  • Brainstorming/Ideation
  • Anwendertests (sog. Usability-Tests)
  • Anforderungsdokumentation/Spezifikation (auch als Ergänzung)
  • Konzept-/Produkt-Präsentation

Die dynamischen UI-Elemente, die Einbindung von multimedialen Inhalten sowie die Verwendung von Touch-Gesten und Gerätebewegungen füllen die Prototypen mit Leben und ermöglichen eine realitätsnahe Simulation.

Klick-Protoyp mit integrierten Interaktionen

Abb.1: Beispiel eines Klick-Prototyps mit integrierten Interaktionen (Bearbeitungsansicht)

Worauf muss bei der Erstellung von Klickprototypen geachtet werden?

Beim Erstellen von Prototypen kann man der Kreativität freien Lauf lassen. Egal ob hoher oder niedriger Detaillierungsgrad, wichtig ist es, sich immer an der Zielsetzung des Prototypings zu orientieren: Dient der Prototyp einem schnellen Brainstorming oder direktem Feedback der Kollegen, oder soll ein kurzer qualitativer Nutzertest durchgeführt werden?

Usability-Tests helfen, die Endverbraucher-Bedürfnisse festzustellen und bestehende Nutzeranforderungen zu überprüfen. Diese Tests dienen im Detail dazu, Usability und User Experience zu beurteilen, unnötige Funktionen zu eliminieren sowie Alternativen mit den Produktmanagern und/oder Kunden und Endanwendern zu diskutieren.

Beispiel eines Klick-Prototyps mit Kommentaren

Abb.2: Beispiel eines Prototyps mit Kommentaren (Simulationsansicht)

Da die Prototypen mit den richtigen Werkzeugen um ein Vielfaches schneller erstellt werden können als echter Programmcode, bieten sie die Möglichkeit, mehrere Designvarianten zu entwerfen, zwischen denen auf Basis des Nutzerfeedbacks aus Nutzertests gewählt werden kann.

Wie finde ich mein optimales Prototyping-Tool?

Am Markt existieren eine Vielzahl an Anwendungen, um Klickprototypen zu erstellen. Doch oftmals schrecken der Aufwand (z.B. Softwarekosten, Installationsaufwand, Know How) vor allem kleinere Unternehmen vom Entwerfen der Prototypen ab.

Web-basierte Anwendungen bieten hier eine Alternative, die noch dazu über ein Software-as-a-Service (SaaS) Modell genutzt werden kann. Diese SaaS-Lösungen stellen ein hürden- und installationsfreies Werkzeug dar. Achten Sie beim Suchen nach geeigneter Software auf folgende Kriterien:

  • Funktionsumfang beim Erstellen der Prototypen
  • Detaillierungsgrad der Prototypen hinsichtlich Interaktivität und visuellem Design
  • Kollaborationsfunktionen
  • Feedback- und Dokumentationsmöglichkeiten
  • Importe und Exportfunktionen
  • Wartungsaufwand
  • Sicherheit (z. B. SSL-verschlüsselte Verbindungen, Autospeicherung, Backups).

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Über den Autor:

Franziska Mehlhorn ist seit 2014 im Bereich Kommunkation für die Pidoco GmbH tätig. Mit dem echtzeit-kollaborativen Prototyping-Tool Pidoco hilft die mehrfach ausgezeichnete Pidoco GmbH großen und kleinen Unternehmen in über 50 Ländern, ihre Entwicklungsprozesse zu optimieren.

Wie Ihr Redesign durch Usability-Tests zum Erfolg wird

Wie Ihr Redesign durch Usability-Tests zum Erfolg wird

Christian Kleemann | Nov 6, 2014 | User-Experience-Tipps

Hubspot ermittelte, dass 30% der Webseitenbetreiber mit dem letzten Relaunch unzufrieden waren. Auch wir erleben immer wieder: Kunden testen Redesigns zu spät! Nach Monaten mühsamer Arbeit stellen sie fest, dass der gewünschte Uplift anschließend nicht eintritt.

Schlimmer noch, die Conversion hat sich verschlechtert. Extrembeispiel war da eine Online-Apotheke deren Conversion nach dem Redesign von 9% auf 1,6% gefallen ist.

Erst jetzt kommt die Idee eines Usability-Tests auf. Aufwändige Umstrukturierungen der Webseite und grafische Aufbereitungen kosten Zeit und Geld. Damit Sie von Beginn an Ihre Entwicklung in nutzerfreundliche Bahnen lenken, empfehlen wir konstantes Testen der verschiedenen Entwicklungsschritte.

Abb.1: Entwicklungsprozess eines Redesigns mit Usability-Tests

Am Anfang steht die Ist-Analyse

Vor jedem Redesign empfehlen wir grundsätzlich eine Ist-Analyse der bestehenden Online-Darstellungen. So können Sie schon vorab wichtige Erkenntnisse für die kommende Neukonzipierung gewinnen.

Erfahren Sie:

  • was Ihrer Zielgruppe gefällt
  • was Ihre Website bis dato schon richtig macht
  • welche Bereich noch verbessert werden können
  • wo es Probleme gibt und wie Verbesserungsvorschläge aussehen

Nutzen Sie dieses Wissen, um ein Gefühl für notwendige Änderungen zu bekommen. Lassen Sie die Erkenntnisse in die ersten Entwürfe mit einfließen und entwickeln Sie nicht aus Annahmen oder Wunschvorstellungen heraus.

Was spricht für frühzeitiges Testen?

  • Der geringe Änderungsaufwand, da bis jetzt nur in Wireframes / Mockups gearbeitet wurde und Anpassungen darin schnell neu “skizziert” sind
  • Die damit verbundenen sehr niedrigen Entwicklungskosten, da Optimierungen nicht teuer gecoded werden müssen, sondern man erst mit einer bereits vom Nutzer abgenommenen Version ins Coden startet
  • Die Möglichkeit mehrere Versionen schnell zu testen, um die Entscheidung für die Version, die umgesetzt werden soll, mit dem Nutzer abzustimmen

Welche Entwicklungsschritte sollten Sie untersuchen?

Eine Neukonzipierung des Design bedeutet einen erhöhten Aufwand für Produktmanager, Konzeptler und Entwickler. Um von Beginn an die eigene Nutzerfreundlichkeit und Zielgruppe nicht aus den Augen zu verlieren, empfehlen wir konstante Usabilitytests entlang Ihrer Entwicklungsphasen.

Untersuchen Sie von Beginn an:

  • Wireframes: frühzeitig die Nutzerführung untersuchen
  • Klickprotoypen: erste Mock-Ups zeigen das typische Nutzerverhalten auf der Seite
  • Konzeptionstest: vor dem Launch zusammen mit der Zielgruppe die gelungene Entwicklung bestätigen lassen und letzte Optimierungen vornehmen

Abb.2: Konzeption Mockup für erste Usability-Untersuchung

Nach dem Launch ist vor dem Launch

Stetig optimieren Sie Ihr Angebot und genau so sollten Sie auch die eigene Leistung untersuchen. Viele unsere Kunden testen kontinuierlich und schaffen somit nutzerzentrierte Angebote für steigende Conversions.

Was Sie testen können:

  • neue Features und genereller Shoppingprozess
  • Newsletter und Newsletteranmeldung
  • Anpassung der Suchfunktion
  • Änderungen im Checkout
  • mobile Seite

Fazit: Der Arbeitsaufwand für ein erfolgreiches Redesign lässt sich durch kontinuierliche Usability-Tests erheblich verringern. Achten Sie bei Redesigns darauf, welche Nutzerwege sich ändern und ob relevante Elemente umpositioniert werden. Ein hübsches Design sagt noch nichts über die Nutzerfreundlichkeit aus.

Kontinuierliches Testen hilft Ihnen dabei, ein optimales Produkt zu entwickeln. Sie haben Fragen zum Ablauf, gerne helfen wir Ihnen bei der Umsetzung eines Redesigns mit Usability-Tests weiter.

Für frühes Nutzerfeedback – UX-Tests von Wireframes und Prototypen

Für frühes Nutzerfeedback – UX-Tests von Wireframes und Prototypen

Ilka Marhenke | Okt 30, 2014 | Testing-Tipps

Jeder Webseiten-Betreiber weiß wie zeit- und kostenaufwändig Optimierungen sein können. Entwickler coden tagelang an neuen Features und Verbesserungen nur, um danach festzustellen, dass die Conversionrate eher sinkt als steigt.

Um das zu vermeiden und während der Optimierung Zeit und Geld zu sparen, empfehlen wir immer wieder Webseiten so früh wie möglich zu testen – am besten schon als Prototyp. Mit unseren RapidUsertests können Wireframes und Prototypen schnell und agil getestet werden. Innerhalb kürzester Zeit bekommt man Nutzerfeedback, welches man direkt in den Entwicklungsprozess miteinbeziehen kann. Usability-Probleme werden so schon entdeckt, bevor der erste Entwickler überhaupt mit dem Coden angefangen hat.

Wie teste ich meinen Prototypen?

Das Testen an sich läuft dabei genauso ab wie jeder normale Webseitentest. Stellen Sie einfach den Prototypen als URL zur Verfügung und legen Sie den Test über unsere Webseite an. Handelt es sich um eine passwortgeschützte URL, geben Sie die Login-Daten einfach in der ersten Aufgabe mit an. Natürlich helfen unsere Experten Ihnen auch gerne bei der Testkonzeption.

Was kann eigentlich getestet werden?

1. Wireframes

Testen Sie das Seitenlayout, um herauszufinden, wo welche Interface-Elemente am Besten platziert werden sollten. Auch die Navigation und die Funktionalität der Webseite oder App können schon als Wireframe getestet werden.

Warum sollte ich Wireframes testen?

  • Sogar fundamentale Änderungen sind in dieser Phase noch kostengünstig und einfach umsetzbar

Was finde ich dabei heraus?

  • wo Nutzer welche Elemente erwarten
  • ob Elemente fehlen oder überflüssig sind
  • ob Ihre Nutzer verstehen, worum es bei der Website geht

Abb.: Links: Mobile Wireframe-Beispiel für einen Usability-Test. Rechts: Mobile Klickprototyp-Beispiel für einen Usability-Test

2. Prototypen

Testen Sie Ihre Prototypen schon bevor mit dem Coden begonnen wird, um Feedback bzgl. des visuellen Designs Ihrer Webseite oder App zu bekommen.

Warum sollte ich Prototypen testen?

  • Solang noch nicht gecoded wurde, sind Änderungen schnell und einfach umsetzbar

Was finde ich heraus?

  • ob das Look & Feel der Website die Nutzer anspricht
  • ob der Nutzer ans gewünschte Ziel kommt und wie (Nutzerwege)

Prototypen auf mobilen Geräten testen

Auch Prototypen von mobilen Webseiten und Apps können mit unseren RapidUsertests getestet werden. Dazu muss der Prototyp den Nutzern online zugänglich gemacht werden.

Die Best-Practices für Usability-Tests von Prototypen haben wir in einem weiteren Blog-Artikel zusammengefasst.

Die Nutzer sind diejenigen, die die Webseite im Endeffekt nutzen – verschwenden Sie also nicht Ihre Zeit damit etwas zu entwickeln, was der Nutzer nicht will, braucht oder versteht. Kontaktieren Sie uns gerne bzgl. Ihres nächsten Projekts.