3 Gründe, warum gute Usability wichtig ist

3 Gründe, warum gute Usability wichtig ist

Userlutions Team in User-Experience-Tipps
Lesezeit: 3 Minuten · 26. April 2017
von | 26. April 2017 | User-Experience-Tipps

Mit schlechten Websites musste sich sicherlich jeder von uns schon herumschlagen. Das Spektrum reicht von nicht auffindbaren Login-Bereichen, über irrelevante Suchergebnisse bis hin zu unlesbarem Content aufgrund schlechten Kontrasts.

Für die Betreiber dieser Websites bedeutet das vor allem: schlechte Kennzahlen und unzufriedene Nutzer.

Warum gute Usability so unverzichtbar ist, erklären wir mit 3 handfesten Gründen.

1. Kunden und Umsatz gehen verloren

Einkaufen ist heutzutage so einfach und bequem wie nie zuvor. In Zeiten des Online-Shoppings ist jedes Produkt für den Nutzer nur wenige Klicks entfernt. Dies steigert jedoch auch die Erwartungshaltung der Nutzer: Wenn es auf dem Weg zum Kauf zu viele „Stolpersteine“ bzw. Usability-Hürden gibt, wechselt der Kunde entweder den Anbieter oder verliert das Interesse und widmet sich anderen Dingen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Gestaltet eine Website das Einkaufen für den Nutzer einfach und angenehm, kauft dieser gerne ein und bleibt mit höherer Wahrscheinlichkeit treu.

 Dass gute Usability deinen Umsatz steigert, rechnen wir dir hier vor.

2. Verwirrung & Frust beim Kunden

Wenn ein Nutzer eine Website verwendet, bildet er sich automatisch und sofort ein Urteil. Er bewertet die Aufmachung, die Gestaltung, das Look and Feel und viele weitere Details – mehr oder weniger bewusst. Eine schlechte Usability führt beim Webseitenbesucher zu 2 Dingen:

  1. Verwirrung und Missverständnis: Wird auf eurer Website nicht auf den ersten Blick deutlich, was ihr anbietet und was eure Alleinstellungsmerkmale sind, verwirrt das die Nutzer. Sie verpassen bzw. missverstehen möglicherweise zentrale Informationen oder Eigenschaften eures Angebots. Er wird eure Website wieder verlassen und behält ein unklares Bild im Kopf.
  2. Frust und innerer Dialog: Der Nutzer fragt sich, warum er sich so anstrengen sollte; es entsteht ein innerer Aufwand-Nutzen-Konflikt. Als Folge wird der Nutzer eure Website oder euer Produkt zum Kauf nicht weiter in Erwägung ziehen, und sich einen anderen, nutzerfreundlicheren Anbieter suchen. Vielleicht erzählt er sogar seinem Bekanntenkreis von seiner schlechten Erfahrung.

Dies kann zu einer unnötig schlechten Reputation  und damit wieder direkt zu Punkt 1 (Umsatz geht verloren) führen.

Eine gute Usability beugt Missverständnissen und Frust vor und die Zufriedenheit der Nutzer steigt.

3. Erhöhter Serviceaufwand

Nutzer einer Website mit schlechter Usability werden mit vielen ihrer Fragen allein gelassen. Wenn ihr Glück habt, geben sie nicht sofort auf, sondern wenden sich an euren Kundendienst. Der muss aber natürlich bezahlt werden – Supportmitarbeiter müssen geschult und weitergebildet werden, es fallen Kommunikationskosten an, mehr Mitarbeiter müssen eingestellt werden und, und, und…

Mit einer guten Usability lässt sich dieser Kostenaufwand reduzieren und euer Support wird gleichzeitig besser – weniger Anfragen bedeuten, dass eure Mitarbeiter sich mehr Zeit für die eingehenden Anfragen nehmen bzw. schneller reagieren können.

Wie kommt man zu einer guten Usability?

Um die Usability eurer Website zu optimieren, startet ihr am besten mit einer Bestandsanalyse. Dazu holt ihr euch in einem Usability-Test Feedback von Nutzer eurer Zielgruppe zu dem gesamten Nutzungsprozess eurer Website. Vor allem Remote-Usability-Tests eignen sich für diese Erhebung, da sie schnelle und kostengünstige Ergebnisse liefern (und vielseitig einsetzbar sind). Wenn ihr noch keine Erfahrung mit Usability-Tests habt, könnt ihr euch von einem UX-Experten bei  der Erstellung und Auswertung unterstützen lassen.

Ergänzend dazu solltet ihr außerdem eine User-Research durchführen, in der ihr eure Nutzer befragt, was ihre Pains, ihre Anforderungen und ihre Bedürfnisse in Hinblick auf euer Produkt sind.

Anhand dieser beiden Maßnahmen werdet ihr sicherlich schon viele Optimierungen an eurer Website vornehmen können.  Früher oder später werdet ihr jedoch nicht darum herumkommen, euch Usability-Expertise ins Team zu holen, sei es durch einen neuen Mitarbeiter, durch Schulungen und Weiterbildungen oder durch die Zusammenarbeit mit einer Usability-Agentur.

In Zukunft solltet ihr jede größere Anpassung und jedes neue Feature eurer Website einem Usability-Test unterziehen – und zwar möglichst früh im Entwicklungsprozess. So spart ihr euch teure Programmierungskosten für fehlerhafte Produkte.

Falls ihr Probleme habt, eure Stakeholder von Usability-Maßnahmen zu überzeugen, haben wir hier einige Tipps für euch.

Fazit: Gute Usability zahlt sich aus

Eine gute Usability steigert die Neukundenzahlen und den Umsatz, sie reduziert Frust und Verwirrung beim Nutzer, senkt die Supportkosten und sorgt für treuere Kunden.

Doch für die Wichtigkeit von Usability sensibilisiert zu sein, ist nur der erste Schritt. Um die Usability der eigenen Website zu verbessern muss man selbst aktiv werden.

Holt euch Usability-Expertise ins Team, befragt eure Nutzer in User-Research und führt Usability-Tests eurer Website und allen neuen Features durch. Vor allem Remote-Usability-Tests bieten die Möglichkeit, günstig und einfach zu testen.

Die Ergebnisse werden sich schon bald positiv auf eure Kennzahlen auswirken.

 Was unternehmt ihr, um die Usability eurer Website zu verbessern?

Für frühes Nutzerfeedback – UX-Tests von Wireframes und Prototypen

Für frühes Nutzerfeedback – UX-Tests von Wireframes und Prototypen

Ilka Marhenke in Testing-Tipps
Lesezeit: 1 Minute · 30. Oktober 2014
von | 30. Oktober 2014 | Testing-Tipps

Jeder Webseiten-Betreiber weiß wie zeit- und kostenaufwändig Optimierungen sein können. Entwickler coden tagelang an neuen Features und Verbesserungen nur, um danach festzustellen, dass die Conversionrate eher sinkt als steigt.

Um das zu vermeiden und während der Optimierung Zeit und Geld zu sparen, empfehlen wir immer wieder Webseiten so früh wie möglich zu testen – am besten schon als Prototyp. Mit unseren RapidUsertests können Wireframes und Prototypen schnell und agil getestet werden. Innerhalb kürzester Zeit bekommt man Nutzerfeedback, welches man direkt in den Entwicklungsprozess miteinbeziehen kann. Usability-Probleme werden so schon entdeckt, bevor der erste Entwickler überhaupt mit dem Coden angefangen hat.

Wie teste ich meinen Prototypen?

Das Testen an sich läuft dabei genauso ab wie jeder normale Webseitentest. Stellen Sie einfach den Prototypen als URL zur Verfügung und legen Sie den Test über unsere Webseite an. Handelt es sich um eine passwortgeschützte URL, geben Sie die Login-Daten einfach in der ersten Aufgabe mit an. Natürlich helfen unsere Experten Ihnen auch gerne bei der Testkonzeption.

Was kann eigentlich getestet werden?

1. Wireframes

Testen Sie das Seitenlayout, um herauszufinden, wo welche Interface-Elemente am Besten platziert werden sollten. Auch die Navigation und die Funktionalität der Webseite oder App können schon als Wireframe getestet werden.

Warum sollte ich Wireframes testen?

  • Sogar fundamentale Änderungen sind in dieser Phase noch kostengünstig und einfach umsetzbar

Was finde ich dabei heraus?

  • wo Nutzer welche Elemente erwarten
  • ob Elemente fehlen oder überflüssig sind
  • ob Ihre Nutzer verstehen, worum es bei der Website geht

Abb.: Links: Mobile Wireframe-Beispiel für einen Usability-Test. Rechts: Mobile Klickprototyp-Beispiel für einen Usability-Test

2. Prototypen

Testen Sie Ihre Prototypen schon bevor mit dem Coden begonnen wird, um Feedback bzgl. des visuellen Designs Ihrer Webseite oder App zu bekommen.

Warum sollte ich Prototypen testen?

  • Solang noch nicht gecoded wurde, sind Änderungen schnell und einfach umsetzbar

Was finde ich heraus?

  • ob das Look & Feel der Website die Nutzer anspricht
  • ob der Nutzer ans gewünschte Ziel kommt und wie (Nutzerwege)

Prototypen auf mobilen Geräten testen

Auch Prototypen von mobilen Webseiten und Apps können mit unseren RapidUsertests getestet werden. Dazu muss der Prototyp den Nutzern online zugänglich gemacht werden.

Die Best-Practices für Usability-Tests von Prototypen haben wir in einem weiteren Blog-Artikel zusammengefasst.

Die Nutzer sind diejenigen, die die Webseite im Endeffekt nutzen – verschwenden Sie also nicht Ihre Zeit damit etwas zu entwickeln, was der Nutzer nicht will, braucht oder versteht. Kontaktieren Sie uns gerne bzgl. Ihres nächsten Projekts.

Benjamin Uebel hält Vortrag auf der „Mensch und Computer“

Benjamin Uebel hält Vortrag auf der „Mensch und Computer“

Ilka Marhenke in Wir über uns
Lesezeit: 1 Minute · 27. August 2014
von | 27. August 2014 | Wir über uns

Benjamin Uebel, Geschäftsführer und Gründer der Userlutions GmbH hält bei der diesjährigen Mensch-Computer Konferenz in München einen Vortrag zum Thema Onlineshop-Usability.

Er stellt das von Userlutions entwickelte „5-Phasen-Modell der E-Commerce-Optimierung“ vor und erklärt anhand von Video-Beispielen wie die Shop-Usability mithilfe von Crowd-Tests kontinuierlich optimiert werden kann.

Vorträge, Workshops und Ausstellungen erleben

Unter dem Motto “Interaktiv unterwegs – Freiräume gestalten” diskutieren Forscher und Unternehmer aus ganz Deutschland die mobile Interaktion zwischen Mensch und Computer. Immer weniger Zeit wird zu Hause vor dem Desktop-Computer verbracht und immer mehr unterwegs mit mobilen Technologien. Wie weit die Forschung auf dem Gebiet ist, kann man sich in zahlreichen Vorträgen, Workshops und Ausstellungen auf der UPA anschauen und erleben.

Vortrag zur Shop-Usability-Optimierung in 5 Phasen

In seinem Vortrag erklärt Benjamin Uebel die Vor- und Nachteile von Crowd-Tests zur Usability-Optimierung und gibt Einblicke in Optimierungsmöglichkeiten von Onlineshops. Dabei geht er auf die einzelnen Schritte ein, die ein Besucher auf der Webseite durchläuft – vom ersten Eindruck, über die Produktsuche, und Checkout. Welche Usability Do’s and Don’t gibt es in den einzelnen Phasen? Wie kann ich den Nutzer in den einzelnen Phasen unterstützen und ihn somit zum Kunden machen?

  • Thema: Das 5-Phasen-Modell der E-Commerce-Optimierung
  • Termin: 3. September 2014, 9.00 Uhr
  • Ort: Raum S002

Interesse geweckt?

Die Mensch-Computer Konferenz findet dieses Jahr vom 31. August bis zum 3. September in München statt.