Für frühes Nutzerfeedback – UX-Tests von Wireframes und Prototypen

Für frühes Nutzerfeedback – UX-Tests von Wireframes und Prototypen

Ilka Marhenke | 30. Oktober 2014 | Testing-Tipps

Jeder Webseiten-Betreiber weiß wie zeit- und kostenaufwändig Optimierungen sein können. Entwickler coden tagelang an neuen Features und Verbesserungen nur, um danach festzustellen, dass die Conversionrate eher sinkt als steigt.

Um das zu vermeiden und während der Optimierung Zeit und Geld zu sparen, empfehlen wir immer wieder Webseiten so früh wie möglich zu testen – am besten schon als Prototyp. Mit unseren RapidUsertests können Wireframes und Prototypen schnell und agil getestet werden. Innerhalb kürzester Zeit bekommt man Nutzerfeedback, welches man direkt in den Entwicklungsprozess miteinbeziehen kann. Usability-Probleme werden so schon entdeckt, bevor der erste Entwickler überhaupt mit dem Coden angefangen hat.

Wie teste ich meinen Prototypen?

Das Testen an sich läuft dabei genauso ab wie jeder normale Webseitentest. Stellen Sie einfach den Prototypen als URL zur Verfügung und legen Sie den Test über unsere Webseite an. Handelt es sich um eine passwortgeschützte URL, geben Sie die Login-Daten einfach in der ersten Aufgabe mit an. Natürlich helfen unsere Experten Ihnen auch gerne bei der Testkonzeption.

Was kann eigentlich getestet werden?

1. Wireframes

Testen Sie das Seitenlayout, um herauszufinden, wo welche Interface-Elemente am Besten platziert werden sollten. Auch die Navigation und die Funktionalität der Webseite oder App können schon als Wireframe getestet werden.

Warum sollte ich Wireframes testen?

  • Sogar fundamentale Änderungen sind in dieser Phase noch kostengünstig und einfach umsetzbar

Was finde ich dabei heraus?

  • wo Nutzer welche Elemente erwarten
  • ob Elemente fehlen oder überflüssig sind
  • ob Ihre Nutzer verstehen, worum es bei der Website geht

Abb.: Links: Mobile Wireframe-Beispiel für einen Usability-Test. Rechts: Mobile Klickprototyp-Beispiel für einen Usability-Test

2. Prototypen

Testen Sie Ihre Prototypen schon bevor mit dem Coden begonnen wird, um Feedback bzgl. des visuellen Designs Ihrer Webseite oder App zu bekommen.

Warum sollte ich Prototypen testen?

  • Solang noch nicht gecoded wurde, sind Änderungen schnell und einfach umsetzbar

Was finde ich heraus?

  • ob das Look & Feel der Website die Nutzer anspricht
  • ob der Nutzer ans gewünschte Ziel kommt und wie (Nutzerwege)

Prototypen auf mobilen Geräten testen

Auch Prototypen von mobilen Webseiten und Apps können mit unseren RapidUsertests getestet werden. Dazu muss der Prototyp den Nutzern online zugänglich gemacht werden.

Die Best-Practices für Usability-Tests von Prototypen haben wir in einem weiteren Blog-Artikel zusammengefasst.

Die Nutzer sind diejenigen, die die Webseite im Endeffekt nutzen – verschwenden Sie also nicht Ihre Zeit damit etwas zu entwickeln, was der Nutzer nicht will, braucht oder versteht. Kontaktieren Sie uns gerne bzgl. Ihres nächsten Projekts.

Benjamin Uebel hält Vortrag auf der „Mensch und Computer“

Benjamin Uebel hält Vortrag auf der „Mensch und Computer“

Ilka Marhenke | 27. August 2014 | Wir über uns

Benjamin Uebel, Geschäftsführer und Gründer der Userlutions GmbH hält bei der diesjährigen Mensch-Computer Konferenz in München einen Vortrag zum Thema Onlineshop-Usability.

Er stellt das von Userlutions entwickelte „5-Phasen-Modell der E-Commerce-Optimierung“ vor und erklärt anhand von Video-Beispielen wie die Shop-Usability mithilfe von Crowd-Tests kontinuierlich optimiert werden kann.

Vorträge, Workshops und Ausstellungen erleben

Unter dem Motto “Interaktiv unterwegs – Freiräume gestalten” diskutieren Forscher und Unternehmer aus ganz Deutschland die mobile Interaktion zwischen Mensch und Computer. Immer weniger Zeit wird zu Hause vor dem Desktop-Computer verbracht und immer mehr unterwegs mit mobilen Technologien. Wie weit die Forschung auf dem Gebiet ist, kann man sich in zahlreichen Vorträgen, Workshops und Ausstellungen auf der UPA anschauen und erleben.

Vortrag zur Shop-Usability-Optimierung in 5 Phasen

In seinem Vortrag erklärt Benjamin Uebel die Vor- und Nachteile von Crowd-Tests zur Usability-Optimierung und gibt Einblicke in Optimierungsmöglichkeiten von Onlineshops. Dabei geht er auf die einzelnen Schritte ein, die ein Besucher auf der Webseite durchläuft – vom ersten Eindruck, über die Produktsuche, und Checkout. Welche Usability Do’s and Don’t gibt es in den einzelnen Phasen? Wie kann ich den Nutzer in den einzelnen Phasen unterstützen und ihn somit zum Kunden machen?

  • Thema: Das 5-Phasen-Modell der E-Commerce-Optimierung
  • Termin: 3. September 2014, 9.00 Uhr
  • Ort: Raum S002

Interesse geweckt?

Die Mensch-Computer Konferenz findet dieses Jahr vom 31. August bis zum 3. September in München statt.

3 Gründe, warum gute Usability wichtig ist

3 Gründe, warum gute Usability wichtig ist

Userlutions Team | 26. April 2012 | User-Experience-Tipps

Kein Webseitenbetreiber plant absichtlich, eine  Seite herauszubringen, die nicht nutzerfreundlich ist. Trotzdem passiert es vermutlich hunderte Male jede Woche. Das Spektrum reicht von Login-Bereichen, die nicht auffindbar sind, über irrelevante Suchergebnisse bis hin zu Content-Bereichen, die aufgrund von fehlendem Kontrast schlecht lesbar sind. In diesem Beitrag gebe ich 3 Gründe, warum es tunlichst vermieden werden sollte, Webseiten mit schlechter Usability auf den Markt zu bringen.

1. Kunden und Umsatz gehen verloren

Einkaufen ist heutzutage so einfach und bequem wie nie zuvor. In Zeiten des Internet-Shoppings ist jedes Produkt für den Nutzer nur wenige Klicks entfernt. Dies steigert aber auch die Erwartungshaltung der Nutzer: Wenn es auf dem Weg zum Kauf zu viele „Stolpersteine“ (Usability-Hürden) gibt, wechselt der Kunde entweder den Anbieter oder verliert einfach das Interesse und widmet sich anderen Dingen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Gestaltet eine Webseite das Einkaufen für den Nutzer einfach, so kauft dieser gerne ein und bleibt mit höherer Wahrscheinlichkeit treu.

2. Verwirrung & Frust beim Kunden

Wenn ein Nutzer Eure Webseite betrachtet, bildet er sich automatisch ein Urteil. Die Aufmachung, Gestaltung, Look and Feel und viele weitere Details werden mehr oder weniger bewusst vom Nutzer bewertet. Eine schlechte Usability führt beim Webseitenbesucher zu zwei Dingen:

1. Frust und innerer Dialog: Der Nutzer fragt sich, warum er sich die Anstrengung antun soll; es entsteht ein innere Aufwand-Nutzen-Konflikt.

Als Folge wird der Nutzer eure Webseite oder euer Produkt zum Kauf nicht weiter in Erwägung ziehen, und sich einen anderen, nutzerfreundlicheren Anbieter suchen.

2. Verwirrung und Missverständnis: Der Nutzer wird verwirrt, und verpasst bzw. missversteht möglicherweise zentrale Informationen oder Eigenschaften Eures Angebots.

Damit bleibt beim Nutzer ein unklares Bild und ein fader Geschmack zurück. Wird dieser von einem seiner Freunde oder Bekannten nach einer Meinung zu eurem Shop gefragt, sagt dieser womöglich: „Ja, die Firma/Website xxx kenne ich, aber die machen irgendwas mit [Eigenschaft, die der Nutzer glaubt verstanden zu haben], hab ich aber nicht ganz verstanden…“.

Dies kann zu einer unnötig schlechten Reputation  und damit wieder direkt zu Punkt 1 (Umsatz geht verloren) führen.

3. Erhöhter Serviceaufwand

Ist eine Webseite nicht nutzerfreundlich entstehen vermehrt Fragen beim Nutzer. Diese Fragen werdet ihr als serviceorientierter Anbieter mit dem Ziel einer hohen Kundenfreundlichkeit besser früher als später beantworten wollen.

Dies führt wiederum zu zwei Problemen: Erstens habt ihr einen unzufriedenen Kunden, der nicht an sein Ziel gelangt und daher möglicherweise schon frustriert ist. Zweitens habt ihr eine Website, die viel Betreuung und Support benötigt und damit schlechter als nötig skaliert. Die Folge sind vermehrter Aufwand in Kundenbetreuung und Kunden-Rückgewinnung.

Fazit:

Das Wissen um die Wichtigkeit von Usability führt nicht automatisch dazu, dass man aktiv etwas unternimmt, um die Usability zu verbessern.

Usability-Optimierung war in der Vergangenheit sehr aufwendig, weshalb es gerne „vergessen“ oder „übergangen“ wurde. Es ist noch nicht allzu lange  her, da jeder Produktmanager sagen konnte: „Ich würde ja gerne die Wünsche und Anforderungen meiner Nutzer stärker einbeziehen, aber Usability-Testing ist zu teuer/zu aufwendig und liegt nicht in meinem Kompetenzbereich“.

Doch die Zeiten sind vorbei. Remote-Usability-Tests bieten die Möglichkeit, so günstig und einfach zu testen, dass es sich nicht mehr lohnt, auch nur einen Kunden aufgrund eines ausgelassenen Tests zu verlieren.

Update: Wir haben für 2015 einen Usability-Testplan erstellt, welcher bei der Auswahl und Planung Eurer Usability-Tests hilft.