UX-News: „Unser Ziel war es, das beste Auswertungs-Tool für Usability-Tests auf dem Markt zu entwickeln.“

UX-News: „Unser Ziel war es, das beste Auswertungs-Tool für Usability-Tests auf dem Markt zu entwickeln.“

Christian Kleemann | Jan 22, 2015 | Neue Features

Benjamin Uebel (CEO Rapidusertests) stand uns Rede und Antwort zu den Features und den Vorteilen der neuen Auswertung. Wie man zusätzlich noch einen Usability-Test gewinnen kann, steht im nachfolgendem Interview.

1.    Warum habt Ihr das neue Auswertungstool entwickelt?

Unsere UX-Berater analysieren täglich dutzende RapidUsertests für unsere über tausend Kunden. Wir haben dazu jedoch nie unser eigenes Tool verwendet, sondern eine Kombination aus verschiedenen Videoplayern und MS Office. Wir waren uns daher schon länger über die Limitationen des eigenen Auswertungs-Tools bewusst.

2.    Ihr habt also das RapidUsertest-Tool entwickelt, damit Ihr selbst besser arbeiten könnt?

Unser eigentliches Ziel war es, ein so nutzerfreundliches und hilfreiches UX-Analyse-Tool zu entwickeln, dass es für unsere Kunden keine bessere Möglichkeit mehr gibt, um UX-Tests auszuwerten. Unsere eigenen Analysen der RapidUsertest-Videos gaben uns ein sehr genaues Verständnis, welche Funktionalitäten für eine schnelle und hochwertige Auswertung wirklich zählen. Wir haben weiterführend auch mit unseren Kunden gesprochen und ihre Bedürfnissen mit aufgenommen.

3.    Worauf kommt es beim Auswerten von RapidUsertests an?

Zum Einen auf Schnelligkeit. Vielen unserer Kunden ist Schnelligkeit beim Usability-Testing wichtig. Auch wenn die RapidUsertests schon immens schnell sind, viele Produktmanager haben nicht die Zeit so häufig zu testen, wie es ihnen eigentlich lieb wäre. Ein halber oder ganzer Tag ist bei einer Test-Analyse schnell um. Diese Zeit haben viele Produktmanager leider nicht immer.

4.    Und wie schnell kann man jetzt analysieren?

Doppelt so schnell – bzw. mit der Hälfte der Zeit. Unsere Kunden können ihre Videos ab jetzt mit mehrfacher Geschwindigkeit abspielen. Die Tester sind weiterhin sehr gut zu verstehen. Man überbrückt nun die Redepausen der Tester und erhöht die Sprechgeschwindigkeit.

Außerdem war uns wichtig, das Mitschreiben und Auswerten der Videos vollkommen zu überarbeiten. Man kann die Erkenntnisse der Videos nun zusammen mit Zeitmarken festhalten, priorisieren und kategorisieren.

5.    Welchen Vorteil haben Zeitmarken, Prioritäten und Kategorien?

Durch die Zeitmarken kann man nun zu jedem beliebigen Punkt im Video springen und sich gezielt nur die hoch priorisierten Probleme, oder z.B. alle Probleme im Checkout anschauen. Durch die Priorisierung kann man super einfach die wichtigen von den weniger wichtigen Erkenntnissen trennen. Mit den Kategorien kann man die Erkenntnisse den verschiedenen Bereichen seiner Webseite oder App zuordnen.

6.    Man kann die Resultate über alle Videos hinweg analysieren?

Exakt. Man kann nun blitzschnell über alle Videos herausfinden, welches die häufigsten Probleme der Tester waren bzw. welche Verbesserungspotenziale während der Interaktion zum Beispiel in der Navigation, dem Checkout, der Anmeldung usw. liegen.

Unsere Berater nutzen das Tool seit September für unsere internen Analysen und sie haben seitdem viel Zeit investiert, um es noch intuitiver und praktischer für unsere Kunden zu machen.

7.    Eure UX-Berater müssen das Tool nun in ihrer täglichen Arbeit verwenden?

Was heißt müssen, sie dürfen! Ich habe sie so lange gezwungen damit zu arbeiten, bis sie unser Tool so sehr geschliffen und aufpoliert hatten, dass sie nun mit nichts anderem mehr arbeiten wollen. Nie wieder Excel, Eat your own dogfoot war das Stichwort.

8.    Warum sollte ich meine RapidUsertests mit Eurem neuen Tool auswerten? Welchen Mehrwert habe ich?

Du kannst Deine RapidUsertests jetzt doppelt so schnell auswerten. Du kannst die wichtigsten Ergebnisse ganz schnell priorisieren und das Best-Of Deines Tests mit Deinen Kollegen anschauen. Du kannst jetzt noch besser verborgene Muster in den Ergebnissen Deiner Tests entdecken und das Wichtige vom Unwichtigen trennen.

9.    Noch eine abschließende Anmerkung?

Falls wir Eurer Meinung nach noch nicht das beste UX-Tool zum Auswerten von Usability-Tests haben: Wir verlosen 2 RapidUsertests mit jeweils 10 Nutzern im Wert von insgesamt 780€ für alle Hinweise und Verbesserungsvorschläge, wie wir es noch hilfreicher und praktischer für die Produktmanager und Designer dieser Welt gestalten können.

Reicht Euer Feedback einfach direkt hier ein.

Danke für das Interview.
Gerne!

Hier finden Sie alle bisherigen Feature-Updates.

Kein Excel mehr – Mit dem neuen UX-Analyse-Tool doppelt so schnell auswerten

Kein Excel mehr – Mit dem neuen UX-Analyse-Tool doppelt so schnell auswerten

Christian Kleemann | Jan 22, 2015 | Neue Features

Das Auswerten von Usability-Videos war bisher nur in Kombination mit Excel oder Word möglich. Dies erhöhte den Arbeitsaufwand, die Zeit und das Priorisieren der Probleme. Aus diesem Grund haben wir ein neues Auswertungs-Tool mit zahlreichen Funktionen entwickelt. Analysieren von Videos war noch nie einfacher und schneller!

Dabei sind Beschleunigen und Vergeben von Kategorie-Tags, innerhalb der Videos, nur zwei der neuen Features. Neben der Zeitersparnis war vor allem eine intuitive Bedienung unser Anspruch an das neue Tool. Daher haben wir intern sehr lange getestet und schon zahlreiche Auswertungen durchgeführt, um unseren Kunden die beste Auswertung von Videos auf dem Markt anbieten zu können.

Die wichtigsten Features im Überblick

1. Signifikante Zeitersparnis durch Videobeschleunigung

Beim Lösen und Kommentieren der Aufgaben hat jeder Tester seine eigene Geschwindigkeit. Ab jetzt lassen sich Videos bis zu 3x schneller anschauen und auswerten. Passen Sie die Geschwindigkeit einfach an den Tester an.

Erhöhung der Geschwindigkeit im neuen Usability-Analyse-Tool

Abb.1: Beschleunigungsfunktion

2. Direkt zu Problemen im Video springen

Springen Sie jetzt direkt zu Kommentaren im Video und zeigen Sie Kollegen wesentliche Usability-Probleme. Beim Eingeben eines neues Kommentars wird das Video automatisch gestoppt und eine Zeitmarke gesetzt.

3. Aufgaben im Video direkt anwählen

Punktmarkierungen im Videoplayer geben die Startpunkte der Aufgaben jetzt direkt an. Dies ermöglicht ein besseres Wechseln zwischen den Aufgaben. Um sich beispielsweise immer gezielt die zweite Aufgabe anzuschauen, muss man zukünftig nur den Punkt anwählen. Beim hovern sehen Sie außerdem die Aufgabenstellung der entsprechenden Aufgabe.

Auswertung Usability-Test direkt zu Aufgaben springen

Abb.2: Direkt im Video zu Aufgaben springen

4. Priorisieren der schwerwiegendsten Probleme

Vergeben Sie Gewichtungen, um bei der Auswertung die größten Probleme schneller zu markieren. Unter dem Feld “Priorität” können sowohl Schweregrad eines Problems (niedrig, mittel, hoch) als auch positive Aussagen markiert werden.

Auswertung Usability-Test Labels vergeben und Probleme gewichten

Abb.3: Schweregrad von Usability-Problemen vergeben

5. Durch Kategorien und Label mehr Überblick gewinnen

Um Probleme und deren Häufigkeit schneller zu analysieren, haben wir das Anlegen von Seitenkategorien integriert. Ab jetzt gibt es die Möglichkeit Labels, zum Beispiel zum Ort des Problems (Checkout, Homepage, Suche) zu vergeben. Die integrierte Autosuggest-Funktion erleichtert Eingeben, Anlegen und Auswerten der Seitenbereiche.

Tipp: Frühzeitiges Anlegen der Kategorien hilft nicht nur beim Auswerten. Auch Kollegen erhalten schneller einen Überblick und können direkt in eine Auswertung mit einsteigen.

6. Nutzungsphasen sortieren und gezielt analysieren

Lassen Sie sich alle Probleme eines Seitenbereiches z.B. des Checkouts anzeigen. In der Gesamtauswertung kann jetzt nach Kategorien gefiltert werden. Die einzelnen Webseitenbereiche wie Homepage, Produktsuche oder Checkout werden innerhalb der Auswertung festgelegt. Zusätzlich wird die Anzahl der angelegten Kommentare mit aufgeführt, was ein schnelleres Auswerten und Priorisieren der Probleme ermöglicht.

Gesamtauswertung eines Usability-Tests mit Kategorien und Seitenfilter

Abb.4: Darstellung der Gesamtauswertung vom Usability-Test

7. Größerer Videoplayer – nichts mehr übersehen

Das Fenster des Videoplayers wurde auf die Größe von 1120x630px erhöht. Die Übersichtlichkeit wird gesteigert und trotzdem können nebenbei noch Kommentare gesetzt werden.

Usability-Test Auswertungs-Tool

Abb.5: Auflösung des Videoscreens

8. Exportfunktion

Die gesamte Auswertung lässt sich als Excel Datei (.csv) exportieren. So kann diese zum Beispiel bequem versendet werden.

9. Alle alten Auswertungen bleiben erhalten

Die bereits angelegten Tests sowie gesetzte Kommentare bleiben natürlich erhalten und stehen weiterhin im alten Auswertungs-Tool zur Verfügung. Sobald ein neuer Test angelegt wird, nutzt man automatisch das neue Tool und Kommentare werden dort gespeichert.

Feeback geben und UX-Test gewinnen

Wir haben die letzten Monate extrem viel verbessert, aber jetzt ist Ihre Meinung gefragt! Hat Sie das neue Tool bei der letzten Auswertung überzeugt oder gibt es noch Vorschläge für Verbesserungen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Unter allen Einsendungen verlosen wir 2 RapidUsertests mit jeweils 10 Nutzern im Wert von insgesamt 780€!

Feedback einfach direkt hier einreichen.

Hier finden Sie alle bisherigen Feature-Updates.

Steigern Sie Ihre Conversion Rate mit der RapidUsertests-Testing-Challenge 2015

Steigern Sie Ihre Conversion Rate mit der RapidUsertests-Testing-Challenge 2015

Christian Kleemann | Nov 26, 2014 | Testing-Tipps

Optimieren Sie wirklich schon alle Aspekte Ihrer Webseite? Wir haben Ihnen Arbeit abgenommen und einen Testplan erstellt, der Ihnen hilft Ihre Webseite, mobile Seite und Applikation zu untersuchen, um anschließend für zufriedene Nutzer sowie steigende Conversions zu sorgen.

Dieser einfach auszuführende Usability-Testplan, hilft Ihnen Ihr Angebot kontinuierlich, über das Jahr 2015 verteilt, zu verbessern. Sie sind eingeladen diesen 12-monatigen Testplan auszuprobieren.

Warum sollte ich an der Testing-Challenge teilnehmen?

  • einfach auszuführender Testplan
  • kontinuierliche Verbesserung der Angebote über das Jahr verteilt
  • dauerhafte Hilfestellung durch strukturierten Testplan
  • Rundum-Check all Ihrer Webinhalte (Web, App, mobile)

Eine aktualisierte Version des Testing-Plans finden Sie hier.

Mit Wettbewerbertests der Konkurrenz einen Schritt voraus

Mit Wettbewerbertests der Konkurrenz einen Schritt voraus

Userlutions Team | Sep 24, 2014 | Testing-Tipps

Die Stärken und Schwächen der Konkurrenz zu kennen ist essentiell, denn die Webseiten der Wettbewerber sind für User nur einen Klick entfernt.
Gerade Erstkäufer schauen sich in mehreren Onlineshops um, bevor sie sich für einen entscheiden. Daher ist es sinnvoll die Konkurrenz durch die Augen der User zu betrachten, um zu verstehen wie der eigene Onlineshop im direkten Vergleich zu den Wettbewerbern wahrgenommen wird.

Vorteile einer Wettbewerbsanalyse

  • Aus den Fehlern der Konkurrenz lernen: Wissen, welche Fehler man selbst nicht begehen sollte.
  • Aus den Stärken der Konkurrenz lernen und erfahren, was man sich evtl. noch abschauen kann
  • Erkennen, wo man selbst besser ist, als die Konkurrenz: Diese Stärken sollte man unbedingt beibehalten und ggf. ausbauen

Wettbewerbsanalysen durch Usabilitytests

Ausführliche Wettbewerbsanalysen werden in der Praxis oft gar nicht oder nur unvollständig durchgeführt, weil sie sehr zeit- und ressourcenaufwendig sind. Dabei enthalten sie wichtige Informationen, wie Stärken und Schwächen oder Beliebtheit der Konkurrenz bei den Kunden, die zur Positionierung und Vermarktung des eigenen Unternehmens genutzt werden können.

Remote Usabilitytests sind eine zeitsparende Alternative zur herkömmlichen Wettbewerbsanalyse. Die Usabilitytests können zudem wertvolle Hypothesen für anschließende Analysen liefern.

Wo können Usabilitytests für die Wettbewerbsanalyse eingesetzt werden?

Mithilfe von Usabilitytests können verschiedene Aspekte des Wettbewerbers getestet werden:

  • Umfassender Test der Wettbewerber-Seite
  • Vergleich der eigenen Website mit einer oder mehreren Konkurrenzseiten
  • Detaillierter Vergleich erster Eindrücke oder Landingpages
  • Gezielter Vergleich von spezifischen Features oder Ausschnitten der Websites wie z.B. Produktsuchen, Merklisten, Produktvergleichen oder Detailseiten
  • Test der Googlesuche, um zu erfahren welche Wettbewerber die User eher anklicken würden und warum

Abb. 1: Mögliche Testeraussagen während einer Konkurrenzanalyse

Eigene Wettbewerbertests mit den RapidUsertests durchführen

Wenn Sie eine Wettbewerberanalyse mithilfe eines RapidUsertests durchführen möchten, gibt es zwei Möglichkeiten für die Erstellung eines Testdesigns.


Möglichkeit 1 – Direkter Vergleich mit dem Wettbewerber

Wenn Sie zunächst einen ersten Eindruck erhalten möchten, wie Ihre Website im direkten Vergleich mit einem Ihrer Wettbewerber abschneidet, ist die Durchführung eines einzelnen RapidUsertests ausreichend.

Dabei schauen sich die Testpersonen in der ersten Hälfte des Tests den Wettbewerber an und in der zweiten Hälfte Ihre eigene Website. Für beide Websites sollten die gleichen Aufgaben gestellt werden.

Vorteil: Sie erhalten ein direktes Referenzurteil. In der zweiten Hälfte sollten die Tester dazu aufgefordert werden, beide Webseiten zu vergleichen, z.B. “Schauen Sie sich nun die zweite Webseite an. Wie ist Ihr 1. Eindruck. Was gefällt Ihnen besser oder schlechter im Vergleich zu der Webseite, die Sie vorher gesehen haben? Begründen Sie!”

Nachteil: Der Test kann nicht sehr ausführlich ausfallen, da die Gesamttestzeit von etwa 20 Minuten nicht überschritten werden sollte. Es bleiben also etwa 10 Testminuten pro Website, was höchstens 2-3 Testaufgabe pro Website bedeutet.

Tipps:
1. Für den Vergleich mit einem dritten oder vierten Wettbewerber, sollte ein weiterer RapidUsertest erstellt werden, da es nicht zu empfehlen ist 3 Websites in einem Test zu testen.
2. Für einen ausführlicheren Vergleich und ein tieferes Verständnis des Wettbewerbers ist die Durchführung eines verlängerten RapidUsertests mit 40 Minuten und mehr Testaufgaben pro Website möglich.


Möglichkeit 2 – Wettbewerber separat testen

Wenn Sie sich einen tiefen Einblick in die Stärken und Schwächen Ihres Wettbewerbers wünschen oder z.B. die Nützlichkeit eines Features der Konkurrenz testen möchten, empfehlen wir Ihnen für jeden Wettbewerber einen separaten RapidUsertest zu erstellen.

Vorteil: Ein sehr tiefer Einblick in die Denkweise des Users in Bezug auf den Wettbewerber ist möglich.

Nachteil: Sie erhalten kein direktes Referenzurteil vom Nutzer, da nur eine Webseite getestet wird.

Tipp: Auch die eigene Webseite sollte in einem separaten Test untersucht werden, um zusätzlich zu den Stärken und Schwächen des Wettbewerbers auch die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen.

Sie möchten testen wie Sie im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern abschneiden? Dann kontaktieren Sie uns. Gerne unterstützen unsere Usability-Experten Sie auch bei der Erstellung Ihres Wettbewerbertests.

Onlineshop optimieren mit den 6 Phasen der Shop-Interaktion

Onlineshop optimieren mit den 6 Phasen der Shop-Interaktion

Benjamin Uebel | Sep 3, 2014 | User-Experience-Tipps

Zusammenfassung: Nutzer interagieren in 6 Phasen mit einem Onlineshop. Durch Usability-Tests lassen sich Conversion-Potenziale in allen Interaktionsphasen aufdecken.

 

Der Besuch eines Onlineshops gestaltet sich für die Nutzer ähnlich wie das Erklimmen eines Berges.

Sie passieren auf dem Weg zum Gipfel mehrere Stationen und müssen immer wieder von neuem den Entschluss fassen, weiter aufzusteigen – bis hin zum Checkout.

Doch nur ein Bruchteil der Shop-Besucher erreicht den Gipfel und schließt die Bestellung ab. Für den Onlineshop-Betreiber bedeutet das: schlechte Conversion-Rate und niedriger Umsatz.

Einen Onlineshop optimieren heißt auch, die 6 Phasen der Shop-Interaktion und ihre jeweiligen Implikationen für die Conversion-Rate zu kennen.

Die 6 Phasen der Shop-Interaktion

Um unsere Kunden optimal bei der Shop-Optimierung zu begleiten, haben wir das 6-Phasen-Modell des E-Commerce entwickelt. Anhand der 6 Phasen lassen sich Usability-Tests wie unsere RapidUsertests gezielt einsetzen, um Bedürfnisse abzufragen, Probleme aufzudecken und so den Onlineshop systematisch zu optimieren. Wir geben Tipps zur Onlineshop-Optimierung in jeder der 6 Interaktionsphasen.

 

Onlineshop optimieren: 6 Phasen der Interaktion

Der Aufbau der 6-Phasen des E-Commerce

 

Phase 1 – Die Suche nach einem geeigneten Onlineshop

Wie gelangt der User eigentlich in deinen Shop?

Deine Nutzer informieren sich auf Google, auf Preisvergleichsseiten, in Testberichten über bestimmte Produkte – also zunächst außerhalb des Onlineshops.

Eine passgenaue Ansprache der Zielgruppe ist hier entscheidend.

Mit Usability-Tests speziell für die Shop-Suche kannst du z.B. herausfinden, wie du dich für den Suchenden in den SERPS bei Google bestmöglich präsentierst.

Mit einem Usability-Test kannst du herausfinden:

  • Mit welchen Keywords wird nach dem Produkt gesucht?
  • Welche Argumente sind in der Google-Ergebnisliste überzeugend?
  • Auf welche Suchergebnisse und Google-Anzeigen wird geklickt UND WARUM?
  • Welchen Weg nimmt der Nutzer eigentlich bis er in meinem Shop landet?

Lasse den Usability-Test dafür nicht auf deiner eigenen Website sondern auf google.de starten.

So könnte die Aufgabe zum Beispiel lauten:

 

Du willst Blumenerde kaufen und suchst deshalb bei Google nach entsprechenden Onlineshops.

  • Welche Ergebnisse sprechen dich an und warum?
  • Welche Seiten würdest du dir genauer anschauen?

 

Ziel ist es, nicht nur den Weg des Kunden zu verstehen, sondern die Suchergebnisse so zu optimieren, dass der Suchende im eigenen Onlineshop landet – und nicht bei der Konkurrenz.

So bekommst du mehr Traffic für deinen Onlineshop und im Rückschluss mehr Verkäufe und steigenden Umsatz.

Phase 2 – Der erste Eindruck

Sind die Nutzer erstmal auf deinem Onlineshop gelandet, entscheiden sie in kürzester Zeit, ob sie bleiben oder die Seite gleich wieder verlassen.

Innerhalb weniger Sekunden stellen sich die Nutzer folgende Fragen:

  • Ist diese Webseite vertrauenswürdig?
  • Passt das Angebot des Shops zu dem was ich suche?
  • Ist sofort erkennbar wie man ins Sortiment gelangt?
  • Ist der Shop übersichtlich und ansprechend gestaltet?

Bei diesen Fragen muss dein Shop punkten und die Antworten schnell auffindbar sein.

In einem Usability-Test kannst du herausfinden, wie du abschneidest, und was du noch optimieren solltest.

Schick die Tester dazu einfach auf deinen Onlineshop und gib Ihnen folgende Aufgabe:

 

Schildere deinen ersten Eindruck von der Webseite.

  • Was fällt dir positiv und was negativ auf?
  • Würdest du auf der Webseite bleiben? Warum (nicht)?

 

Anhand der Ergebnisse kannst du deinen Onlineshop optimieren und einen besseren ersten Eindruck hinterlassen.

Phase 3 – Suchen und Finden von Produkten

Hat der Nutzer sich entschieden, dass dein Onlineshop seine Anforderungen erfüllt, macht er sich auf die Suche nach einem passenden Produkt. Vielleicht durchforstet er dafür alle Kategorien, nutzt die interne Suche oder lässt sich von Teaser-Bildern auf der Startseite leiten. Auch die Nutzung von Filtern spielt hier eine Rolle.

Um den Nutzer optimal bei seiner Suche zu unterstützen, empfehlen wir folgende Fragen durch einen Usability-Test zu überprüfen:

  • Versteht der Nutzer die Kategorien des Shops und erkennt er welche Produkte dazu gehören?
  • Findet der Nutzer auf schnellem Wege alles was er sucht?
  • Liefert die interne Suchfunktion nützliche Suchergebnisse?
  • Erhält der Nutzer ausreichend Informationen über die Produkte, um sich zu entscheiden?

So könntest du eine Aufgabe formulieren, um die Produktsuche zu testen:

 

Suche nach einem Produkt, das dir gefällt und deinen Bedürfnissen entspricht. 

  • Was fällt dir positiv und was negativ auf?
  • Welche Informationen helfen dir dabei, welche sind überflüssig?

 

So entdeckst du Optimierungsmöglichkeiten bei der Produktsuche.

 

 

Phase 4 – Die Auswahl eines passenden Produkts

In Shops mit einem großen Warenangebot werden über die Produktsuche oft viele Produkte gefunden, die auf den ersten Blick passend erscheinen. Jetzt muss sich der Nutzer für eines entscheiden.

Für die endgültige Produktauswahl brauchen sie Informationen, die sich in einem Usability-Test herausfinden lassen.

Zwei Seiten sind für die Entscheidung für ein Produkt wichtig: Die Produktübersichtsseite und die Produktdetailseite.

Die entscheidenden Fragen sind:

  • Welche harten Entscheidungskriterien haben die Nutzer?
    Diese sollten bereits auf der Produktübersichtsseite zu finden sein, so dass der Nutzer bereits eine Vorauswahl treffen kann.
  • Welche weiteren Informationen benötigt der Nutzer für die Kaufentscheidung?
    Diese sollten auf jeden Fall in der Produktbeschreibung auf der Produktdetailseite zu finden sein.

Eine mögliche Aufgabenstellung könnte ein:

 

Suche nach einem Produkt, das dir gefällt und deinen Bedürfnissen entspricht.

  • Schau dir zunächst mehrere Produkte genauer an. Warum hast du diese Produkte ausgewählt?
  • Was gefällt dir gut und was schlecht an den ausgewählten Produkten? Welche Informationen fehlen dir?
  • Entscheide dich nun für ein Produkt. Welches wählst du und warum?

 

 

Phase 5 – Der Checkout

Ist ein Nutzer im Onlineshop fündig geworden, wechselt er in die fünfte Phase. Hier durchläuft er den Checkout, registriert sich und macht Angaben zur Zahlung und Lieferung.

Ist er schon so weit gekommen, gibt er nicht mehr so schnell auf – sollte man denken. Doch gerade hier sind die Abbruchraten oft am höchsten. Um die Usability des Checkouts zu optimieren, sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Ist eine Gastbestellung möglich?
  • Fragen die Formulare nur relevante Daten ab und sind sie nicht zu lang und umständlich?
  • Sind die Lieferbedingungen und angebotenen Zahlungsmöglichkeiten zufriedenstellend?
  • Wirkt der Onlineshop weiterhin vertrauenswürdig?

Welche Fragen sich deine Nutzer sonst noch stellen, was für sie unklar ist, wo sie nicht weiterkommen und warum sie gegebenenfalls abbrechen würden, erfährst du in Usability-Tests.

Formuliere die Aufgabe beispielsweise so:

 

Lege dein gewünschtes Produkt in den Warenkorb und schließe deinen Einkauf ab, klicke am Ende aber NICHT auf „Kaufen“.
Kommentiere dich durch den Bestellprozess.

 

 

Phase 6 – Wiederkauf

Ist ein Kunde einmal gewonnen, wünschen sich Shopbetreiber, dass dieser nicht nur einmal kauft, sondern zum Wiederkäufer und loyalem Stammkunden wird. Statistiken zeigen, dass das einen guten Grund hat: Bestandskunden konvertieren fünf- bis neunmal besser als Erstkäufer. Treue Kunden machen so 40% des Umsatzes aus, obwohl sie nur für 20% des Besuchertraffics auf der Seite sorgen.

Usability-Tests mit bestehenden Kunden zeigen Ihnen, welche Stärken und Schwächen dein Onlineshop aus Kundensicht hat und welche ihrer Bedürfnisse noch nicht erfüllt werden.

Ein zentrales Mittel, um Kunden zu reaktivieren ist der Newsletter. Damit er möglichst viele Stammkunden zurück in Ihren Shop führt, kann der Newsletter durch Testung der folgenden Fragen optimiert werden:

  • Ist das Produkt ansprechend inszeniert?
  • Werden Preise und Angebote im Newsletter transparent kommuniziert?
  • Ist der Newsletter funktional und übersichtlich gestaltet?

Wie du Newsletter-Tests durchführst, liest du hier: Die Erfolgsfaktoren guter Shop-Newsletter (Fallstudie)

Mit dem 6-Phasen-Modell kontinuierlich testen

Durch ein kontinuierliches Testen der 6 Phasen wird der Nutzer besser bei seinem Kaufprozess unterstützt. Die Entscheidung, ob er den Berg weiter erklimmen soll, wird ihm leicht gemacht.

Ziel der RapidUsertests ist es dabei systematisch alle Probleme zu finden, warum Nutzer die Webseite verlassen und diese Gründe zu eliminieren, um so die Wahrscheinlichkeit von Abbrüchen in jeder Phase zu minimieren. Unsere Usability Experten geben zudem gezielte Optimierungsvorschläge, wie Sie die Stolpersteine in Ihrem Onlineshop aus dem Weg räumen können.

Wie du RapidUsertests in allen 6 Phasen und darüber hinaus einsetzen kannst: Ideen für den Einsatz von Crowd-Usability-Tests

Was sind deine Best-Practices für die Optimierung in den verschiedenen Phasen? In welchen Phasen hast du schon selbst Usability-Tests eingesetzt?