Von Newsletter-Anmeldung bis Gastbestellung – Wie das Abfragen vertraulicher Daten zum Erfolg wird

Von Newsletter-Anmeldung bis Gastbestellung – Wie das Abfragen vertraulicher Daten zum Erfolg wird

Christian Kleemann | 7. Januar 2015 | RapidUsertests-Studien

Gerade beim Abfragen vertraulicher Daten sind deutsche Internetnutzer noch immer eher skeptisch. Speziell für User jenseits der Zwanzig spielt das sorgfältige Umgehen mit den eigenen Daten eine wichtige Rolle. Doch was können Webseitenbetreiber tun, um relevante Informationen möglichst einfach und vertraulich abzufragen?

Nicht immer geht es um das reine Anmelden für einen Onlineshop. Webseiten verlangen bei Erstanmeldung, Newsletter-Registrierung oder Kundenanfragen diverse Daten und beklagen sich im Anschluss über niedrige Conversion.

Unklarer Mehrwert führt zu geringer Bereitschaft

In einer meiner letzten Untersuchungen war es nicht der klassische Onlineshop den es zu untersuchen galt. Nutzer sollten ein Exposé zu einem Angebot anfordern und dafür ein Formular ausfüllen. Als während der Untersuchung circa 60 Prozent die Anfrage nicht abgeschlossen haben, wurden folgende Gründe genannt:

  • Abfrage der kompletten Adresse
  • Keine vorherige Angabe zu Pflichtfeldern
  • Angabe der Telefonnummer

Abb.1: Formular ohne Hinweise zu den Pflichtfeldern. In unserem Test ließen Tester das Feld zur Telefon-Eingabe von sich aus frei, da sie die eigene Telefonnummer nur ungern herausgeben.


Während die Tester das Formular ausfüllten, konnte ich direkt einen wesentlichen Punkt für das Scheitern erkennen. Keinem der Tester wurde der Mehrwert der Dateneingabe klar. Die Tester stellten sich beim Ausfüllen des Formulars diverse Fragen, die sie beantwortet haben wollten:

  • Wofür werden all diese Daten benötigt?
  • Was geschieht anschließend damit?
  • Werden die Daten irgendwo gespeichert oder weitergegeben?
  • Werde ich dann von fremden Anbietern angerufen?

Es ist wichtig seinen Besuchern die Vorteile des Services und die Notwendigkeit der Abfrage zu kommunizieren. Die Seite übermittelte dazu aber keinerlei Informationen und somit blieben die Tester skeptisch.

So erzeugen Sie Vertrauen bei der Abfrage

Es ist eigentlich ganz einfach. Kommunizieren Sie den Nutzern den Mehrwert der Dateneingabe. Sie bieten eine Dienstleitung an und wollen den Erstkontakt telefonisch abwickeln oder bei dringenden Rückfragen direkt Kontakt aufnehmen? Dann kommunizieren Sie genau diese Informationen den Nutzern. Hierfür eignen sich zum Beispiel die Inline Validation in Kombination mit einem Info-I, um diese Information zu übermitteln.

Die Abfrage gelingt, wenn:

  • Der Mehrwert der Abfrage offen kommuniziert wird
  • Die Vorteile der jeweiligen Angabe übermittelt werden
  • Vertrauen gestiftet wird (z.B. durch Siegel, Bewertungen, Testimonials, offene Kommunikation der Vertraulichkeit)

Abb.2: Cyberport hebt die Notwendigkeit der Angabe mit einem Informationsfeld für den Nutzer hervor.


Auch die Abfrage der Geburtsdaten kann eine Hürde darstellen. In einem meiner letzten Tests wurde für die Newsletter-Anmeldung das Geburtsdatum abgefragt und Nutzer waren davon eher genervt, da sie keinen Mehrwert erkannten. Aber es gibt auch Möglichkeiten charmanter auf bestimmte Abfragen einzugehen. Cyberport lockt hier mit einer Geburtstagsüberraschung und keinem Pflichtfeld.

Abb.3: Cyberport bietet als optionale Angabe die Möglichkeit seine Geburtsdaten einzugeben und lockt mit einer Geburtstagsüberraschung.

Kundenanmeldungen trotz Gastbestellung erhöhen

Auch die beliebte Möglichkeit der Gastbestellung hat den Umgang mit den eigenen Daten verändert. Nutzer erwarten einmaliges Verwenden und kein Speichern der Informationen. Doch es gibt Möglichkeiten die Nutzer zum Anmelden zu animieren.

Jollydays führt die Gastbestellung offen an, kommuniziert aber zusätzlich den Nachteil der Gastbestellung.

Abb.4: Gastbestellung bei Jollydays. Die Nachteile der Gastbestellung werden den Vorteilen einer Anmeldung direkt gegenübergestellt und offen kommuniziert. Ein Weg die Nutzer zu animieren ein Kundenkonto anzulegen.


Auch Cyberport nutzt eine Übermittlung von Informationen während des Bestellprozesses, um zur Anmeldung hinzuleiten. Kunden haben die Möglichkeit das Passwort-Feld frei zu lassen und direkt als Gast zu bestellen, jedoch wird in dem Informationsfeld auf die Vorteile der Anmeldung in 3 knappen Punkten hingewiesen.

Abb.5: Passwort-Abfrage mit Vorteils-Kommunikation auf Cyperport.de


Fazit: Nutzer wollen den Mehrwert der Datenangabe kennen und verstehen. Für Webseitenbetreiber ist es daher wichtig, die notwendigen abzufragenden Daten vorher festzulegen und den jeweiligen Mehrwert aus Nutzersicht zu untersuchen sowie offen zu kommunizieren. Usability-Tests helfen Webseitenbetreibern dabei genauere Einblicke aus Nutzersicht zu erhalten, um Abfragen möglichst nutzerfreundlich zu gestalten.

Sie haben Fragen zu Nutzertests oder optimaler Gestaltung von Online-Formularen? Gerne helfen wir Ihnen bei der nutzerorientierten Gestaltung von Online-Formularen weiter.

Steigern Sie Ihre Conversion Rate mit der RapidUsertests-Testing-Challenge 2015

Steigern Sie Ihre Conversion Rate mit der RapidUsertests-Testing-Challenge 2015

Christian Kleemann | 26. November 2014 | Testing-Tipps

Optimieren Sie wirklich schon alle Aspekte Ihrer Webseite? Wir haben Ihnen Arbeit abgenommen und einen Testplan erstellt, der Ihnen hilft Ihre Webseite, mobile Seite und Applikation zu untersuchen, um anschließend für zufriedene Nutzer sowie steigende Conversions zu sorgen.

Dieser einfach auszuführende Usability-Testplan, hilft Ihnen Ihr Angebot kontinuierlich, über das Jahr 2015 verteilt, zu verbessern. Sie sind eingeladen diesen 12-monatigen Testplan auszuprobieren.

Warum sollte ich an der Testing-Challenge teilnehmen?

  • einfach auszuführender Testplan
  • kontinuierliche Verbesserung der Angebote über das Jahr verteilt
  • dauerhafte Hilfestellung durch strukturierten Testplan
  • Rundum-Check all Ihrer Webinhalte (Web, App, mobile)

Eine aktualisierte Version des Testing-Plans finden Sie hier.

Zweites Seminar zur Shop-Usability von Benjamin Uebel

Zweites Seminar zur Shop-Usability von Benjamin Uebel

Christian Kleemann | 10. September 2014 | Wir über uns

Am 21.11.2014 gibt Userlutions Geschäftsführer Benjamin Uebel erneut ein Seminar zum Thema Shop-Usability beim Online-Magazin Gründerszene.

Die 5 Phasen der Shop-Interaktion

Eine gute Usability ist einer der Schlüsselfaktoren für den Erfolg eines Online-Shops. In diesem Halbtags-Seminar erhalten die Teilnehmer tiefergehende Einblicke in die 5 Phasen der Shop-Nutzung, die ein Nutzer während seines Einkaufs durchläuft. Userlutions hat dafür auf Basis zahlreicher Webshop-Untersuchungen ein eigene Model zur Shop-Optimierung entwickelt.

Außerdem werden den Teilnehmer die Do’s and Dont’s der Shop-Usability sowie Einblicke für eigenständiges Usability-Testing vermittelt bekommen.

Seminarinhalt

  • Grundlagen der Shop-Usability-Optimierung
  • Das 5-Phasenmodell der Shop-Nutzung
  • DO’s & DONT’s der Shop-Usability
  • Wie führe ich selbst Usability-Tests durch?
  • Welche Tools haben sich etabliert?

Crowd-Usability-Test zum Ausprobieren

Die Teilnehmer erhalten zusätzlich zum Seminar einen kostenlosen Online-Usability-Test von rapidusertests.com, der gemeinsam im Seminar besprochen wird.

Fakten zum Seminar:

  • Was – Seminar “Shop-Usability” von Benjamin Uebel
  • Wann – 21.11.2014 l 09 – 13 Uhr
  • Wo – Gründerszene l Vertical Media l Wallstraße 27 l 10179 Berlin
  • Wieviel – ab 129 Euro (zzgl. MwSt.)
Onlineshop optimieren mit den 6 Phasen der Shop-Interaktion

Onlineshop optimieren mit den 6 Phasen der Shop-Interaktion

Benjamin Uebel | 3. September 2014 | User-Experience-Tipps

Zusammenfassung: Nutzer interagieren in 6 Phasen mit einem Onlineshop. Durch Usability-Tests lassen sich Conversion-Potenziale in allen Interaktionsphasen aufdecken.

 

Der Besuch eines Onlineshops gestaltet sich für die Nutzer ähnlich wie das Erklimmen eines Berges.

Sie passieren auf dem Weg zum Gipfel mehrere Stationen und müssen immer wieder von neuem den Entschluss fassen, weiter aufzusteigen – bis hin zum Checkout.

Doch nur ein Bruchteil der Shop-Besucher erreicht den Gipfel und schließt die Bestellung ab. Für den Onlineshop-Betreiber bedeutet das: schlechte Conversion-Rate und niedriger Umsatz.

Einen Onlineshop optimieren heißt auch, die 6 Phasen der Shop-Interaktion und ihre jeweiligen Implikationen für die Conversion-Rate zu kennen.

Die 6 Phasen der Shop-Interaktion

Um unsere Kunden optimal bei der Shop-Optimierung zu begleiten, haben wir das 6-Phasen-Modell des E-Commerce entwickelt. Anhand der 6 Phasen lassen sich Usability-Tests wie unsere RapidUsertests gezielt einsetzen, um Bedürfnisse abzufragen, Probleme aufzudecken und so den Onlineshop systematisch zu optimieren. Wir geben Tipps zur Onlineshop-Optimierung in jeder der 6 Interaktionsphasen.

 

Onlineshop optimieren: 6 Phasen der Interaktion

Der Aufbau der 6-Phasen des E-Commerce

 

Phase 1 – Die Suche nach einem geeigneten Onlineshop

Wie gelangt der User eigentlich in deinen Shop?

Deine Nutzer informieren sich auf Google, auf Preisvergleichsseiten, in Testberichten über bestimmte Produkte – also zunächst außerhalb des Onlineshops.

Eine passgenaue Ansprache der Zielgruppe ist hier entscheidend.

Mit Usability-Tests speziell für die Shop-Suche kannst du z.B. herausfinden, wie du dich für den Suchenden in den SERPS bei Google bestmöglich präsentierst.

Mit einem Usability-Test kannst du herausfinden:

  • Mit welchen Keywords wird nach dem Produkt gesucht?
  • Welche Argumente sind in der Google-Ergebnisliste überzeugend?
  • Auf welche Suchergebnisse und Google-Anzeigen wird geklickt UND WARUM?
  • Welchen Weg nimmt der Nutzer eigentlich bis er in meinem Shop landet?

Lasse den Usability-Test dafür nicht auf deiner eigenen Website sondern auf google.de starten.

So könnte die Aufgabe zum Beispiel lauten:

 

Du willst Blumenerde kaufen und suchst deshalb bei Google nach entsprechenden Onlineshops.

  • Welche Ergebnisse sprechen dich an und warum?
  • Welche Seiten würdest du dir genauer anschauen?

 

Ziel ist es, nicht nur den Weg des Kunden zu verstehen, sondern die Suchergebnisse so zu optimieren, dass der Suchende im eigenen Onlineshop landet – und nicht bei der Konkurrenz.

So bekommst du mehr Traffic für deinen Onlineshop und im Rückschluss mehr Verkäufe und steigenden Umsatz.

Phase 2 – Der erste Eindruck

Sind die Nutzer erstmal auf deinem Onlineshop gelandet, entscheiden sie in kürzester Zeit, ob sie bleiben oder die Seite gleich wieder verlassen.

Innerhalb weniger Sekunden stellen sich die Nutzer folgende Fragen:

  • Ist diese Webseite vertrauenswürdig?
  • Passt das Angebot des Shops zu dem was ich suche?
  • Ist sofort erkennbar wie man ins Sortiment gelangt?
  • Ist der Shop übersichtlich und ansprechend gestaltet?

Bei diesen Fragen muss dein Shop punkten und die Antworten schnell auffindbar sein.

In einem Usability-Test kannst du herausfinden, wie du abschneidest, und was du noch optimieren solltest.

Schick die Tester dazu einfach auf deinen Onlineshop und gib Ihnen folgende Aufgabe:

 

Schildere deinen ersten Eindruck von der Webseite.

  • Was fällt dir positiv und was negativ auf?
  • Würdest du auf der Webseite bleiben? Warum (nicht)?

 

Anhand der Ergebnisse kannst du deinen Onlineshop optimieren und einen besseren ersten Eindruck hinterlassen.

Phase 3 – Suchen und Finden von Produkten

Hat der Nutzer sich entschieden, dass dein Onlineshop seine Anforderungen erfüllt, macht er sich auf die Suche nach einem passenden Produkt. Vielleicht durchforstet er dafür alle Kategorien, nutzt die interne Suche oder lässt sich von Teaser-Bildern auf der Startseite leiten. Auch die Nutzung von Filtern spielt hier eine Rolle.

Um den Nutzer optimal bei seiner Suche zu unterstützen, empfehlen wir folgende Fragen durch einen Usability-Test zu überprüfen:

  • Versteht der Nutzer die Kategorien des Shops und erkennt er welche Produkte dazu gehören?
  • Findet der Nutzer auf schnellem Wege alles was er sucht?
  • Liefert die interne Suchfunktion nützliche Suchergebnisse?
  • Erhält der Nutzer ausreichend Informationen über die Produkte, um sich zu entscheiden?

So könntest du eine Aufgabe formulieren, um die Produktsuche zu testen:

 

Suche nach einem Produkt, das dir gefällt und deinen Bedürfnissen entspricht. 

  • Was fällt dir positiv und was negativ auf?
  • Welche Informationen helfen dir dabei, welche sind überflüssig?

 

So entdeckst du Optimierungsmöglichkeiten bei der Produktsuche.

 

 

Phase 4 – Die Auswahl eines passenden Produkts

In Shops mit einem großen Warenangebot werden über die Produktsuche oft viele Produkte gefunden, die auf den ersten Blick passend erscheinen. Jetzt muss sich der Nutzer für eines entscheiden.

Für die endgültige Produktauswahl brauchen sie Informationen, die sich in einem Usability-Test herausfinden lassen.

Zwei Seiten sind für die Entscheidung für ein Produkt wichtig: Die Produktübersichtsseite und die Produktdetailseite.

Die entscheidenden Fragen sind:

  • Welche harten Entscheidungskriterien haben die Nutzer?
    Diese sollten bereits auf der Produktübersichtsseite zu finden sein, so dass der Nutzer bereits eine Vorauswahl treffen kann.
  • Welche weiteren Informationen benötigt der Nutzer für die Kaufentscheidung?
    Diese sollten auf jeden Fall in der Produktbeschreibung auf der Produktdetailseite zu finden sein.

Eine mögliche Aufgabenstellung könnte ein:

 

Suche nach einem Produkt, das dir gefällt und deinen Bedürfnissen entspricht.

  • Schau dir zunächst mehrere Produkte genauer an. Warum hast du diese Produkte ausgewählt?
  • Was gefällt dir gut und was schlecht an den ausgewählten Produkten? Welche Informationen fehlen dir?
  • Entscheide dich nun für ein Produkt. Welches wählst du und warum?

 

 

Phase 5 – Der Checkout

Ist ein Nutzer im Onlineshop fündig geworden, wechselt er in die fünfte Phase. Hier durchläuft er den Checkout, registriert sich und macht Angaben zur Zahlung und Lieferung.

Ist er schon so weit gekommen, gibt er nicht mehr so schnell auf – sollte man denken. Doch gerade hier sind die Abbruchraten oft am höchsten. Um die Usability des Checkouts zu optimieren, sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Ist eine Gastbestellung möglich?
  • Fragen die Formulare nur relevante Daten ab und sind sie nicht zu lang und umständlich?
  • Sind die Lieferbedingungen und angebotenen Zahlungsmöglichkeiten zufriedenstellend?
  • Wirkt der Onlineshop weiterhin vertrauenswürdig?

Welche Fragen sich deine Nutzer sonst noch stellen, was für sie unklar ist, wo sie nicht weiterkommen und warum sie gegebenenfalls abbrechen würden, erfährst du in Usability-Tests.

Formuliere die Aufgabe beispielsweise so:

 

Lege dein gewünschtes Produkt in den Warenkorb und schließe deinen Einkauf ab, klicke am Ende aber NICHT auf „Kaufen“.
Kommentiere dich durch den Bestellprozess.

 

 

Phase 6 – Wiederkauf

Ist ein Kunde einmal gewonnen, wünschen sich Shopbetreiber, dass dieser nicht nur einmal kauft, sondern zum Wiederkäufer und loyalem Stammkunden wird. Statistiken zeigen, dass das einen guten Grund hat: Bestandskunden konvertieren fünf- bis neunmal besser als Erstkäufer. Treue Kunden machen so 40% des Umsatzes aus, obwohl sie nur für 20% des Besuchertraffics auf der Seite sorgen.

Usability-Tests mit bestehenden Kunden zeigen Ihnen, welche Stärken und Schwächen dein Onlineshop aus Kundensicht hat und welche ihrer Bedürfnisse noch nicht erfüllt werden.

Ein zentrales Mittel, um Kunden zu reaktivieren ist der Newsletter. Damit er möglichst viele Stammkunden zurück in Ihren Shop führt, kann der Newsletter durch Testung der folgenden Fragen optimiert werden:

  • Ist das Produkt ansprechend inszeniert?
  • Werden Preise und Angebote im Newsletter transparent kommuniziert?
  • Ist der Newsletter funktional und übersichtlich gestaltet?

Wie du Newsletter-Tests durchführst, liest du hier: Die Erfolgsfaktoren guter Shop-Newsletter (Fallstudie)

Mit dem 6-Phasen-Modell kontinuierlich testen

Durch ein kontinuierliches Testen der 6 Phasen wird der Nutzer besser bei seinem Kaufprozess unterstützt. Die Entscheidung, ob er den Berg weiter erklimmen soll, wird ihm leicht gemacht.

Ziel der RapidUsertests ist es dabei systematisch alle Probleme zu finden, warum Nutzer die Webseite verlassen und diese Gründe zu eliminieren, um so die Wahrscheinlichkeit von Abbrüchen in jeder Phase zu minimieren. Unsere Usability Experten geben zudem gezielte Optimierungsvorschläge, wie Sie die Stolpersteine in Ihrem Onlineshop aus dem Weg räumen können.

Wie du RapidUsertests in allen 6 Phasen und darüber hinaus einsetzen kannst: Ideen für den Einsatz von Crowd-Usability-Tests

Was sind deine Best-Practices für die Optimierung in den verschiedenen Phasen? In welchen Phasen hast du schon selbst Usability-Tests eingesetzt?

Warum selbst die Top-Elektronik-Onlineshops an einer guten Suchfunktion scheitern – Eine RapidUsertest-Studie

Warum selbst die Top-Elektronik-Onlineshops an einer guten Suchfunktion scheitern – Eine RapidUsertest-Studie

Antje Lasner | 17. Februar 2014 | User-Experience-Tipps

Wer suchet, der findet? Weit gefehlt, wie wir in Usability-Tests von Online-Shops immer wieder feststellen. Selbst die umsatzstärksten Shops vernachlässigen ihre Suchfunktion und vertun dabei ein großes Conversion-Potenzial. Aber, kein Grund zur Verzweiflung! Wir haben in einer RapidUsertests-Studie zu Shop-Suchfunktionen 5 entscheidende Kriterien herausgearbeitet, die dies verhindern.

Nach einer erfolgreichen Suche konvertieren Besucher besser

Aus über 1.000 RapidUsertests wissen wir, wie oft Shopbesucher daran verzweifeln das passende Produkt direkt über die Suche des Shops zu finden. Ein Wechsel zum Branchenprimus Amazon ist dann schnell getan. Viele Shopbetreiber sind sich dabei gar nicht im Klaren, wie schlecht die eigene Suche eigentlich funktioniert. Unterschätzen Sie nicht das große Optimierungspotential! Denn Besucher, die erfolgreich ein Produkt über die Suchfunktion finden, konvertieren häufig um den Faktor 3 bis 5 besser als durchschnittliche Shopbesucher.

Die RapidUsertest-Studie zu Suchfunktionen – Unser Vorgehen

Wir haben die Shop-Suchfunktionen der vier umsatzstärksten Elektroshops unter die Lupe genommen und mit Amazon verglichen.

28 Nutzer testeten die Produktsuchen von Redcoon, Conrad, Pearl und Comtech. Um möglichst viele Suchanfragen zu provozieren und die Tester dennoch in einer weitgehend realistischen Situation zu lassen, bekamen sie mehrere offene Aufgaben gestellt. Einzige Bedingung: Sie durften dafür ausschließlich die Suchfunktionen verwenden.

Das Ergebnis zeigt: Viele Suchanfragen enden für den User erfolglos!

 

Problem Nr. 1: Die Suche wird nicht mit den Hauptkategorien des Shops trainiert

Warum ist dieses Problem so gravierend? Shopsuchen vorhandener Produkte führen nicht zum Ergebnis, wenn z.B. nach „Hifianlage“ statt nach einem konkreten Produkt gesucht wird. Grund dafür ist, das zentrale Kategoriebezeichnungen des eigenen Onlineshops nicht erkannt werden. Eine Suche bringt dann trotz hunderter passender Produkte keinen Treffer, da die Suchtechnologie in erster Linie auf Basis der Produktnamen und Artikelbeschreibungen sucht. Der User erhält durch die erfolglose Suche den Eindruck in diesem Shop nicht das zu finden, was er sucht, obwohl es vielleicht da ist.

Die Suche auf redcoon.de wurde offensichtlich nicht mit den Hauptkategorien des Shops trainiert.

Problem Nr.2: Es werden keine alternativer Suchbegriffe vorgeschlagen

Um den Nutzer bei der Suche zu unterstützen, hat sich die Darstellung alternativer Suchbegriffe bewährt. Er erhält zielführende Vorschläge auch wenn er den explizit richtigen Suchbegriff nicht kennt. Die Nennung alternativer Suchbegriffe hat zudem einige Vorteile: Die Vorschläge bergen Inspiration und Upselling-Potenzial. Bei der Eingabe von „Taschenrechner“ können so auch hochwertigere „Grafik-Taschenrechner“ vorgeschlagen werden, auf die viele User vorher nicht gekommen wären.

Amazon hat die optimale Gestaltung für Autosuggest-Menüs gefunden, die viele praktische Suchprobleme löst: einfach nur alternative Suchbegriffe vorschlagen

Problem Nr.3: Die Suche berücksichtigt keine Eingabe von Synonymen

Ein weiteres Problem ist ein mangelndes Verständnis von Synonymen, da die eingesetzte Suche kein semantisches Verständnis hat oder Artikel und Suchbegriffe nicht mit alternativen Synonymen getaggt sind. Daher werden dem User nur in einem Fall auch wirklich sinnvolle Ergebnisse angezeigt – wenn er den exakten Suchbegriff eingibt.

Problem Nr.4: Die Autosuggest-Menüs der Suche sind zu unübersichtlich

Autosuggest-Menüs sind verbreitet. Drei der vier getesteten Shops blendeten ein Autosuggest-Menü unterhalb des Suchschlitzes ein. Allerdings bot keines davon der Mehrzahl der Nutzer einen wirklichen Mehrwert. Sie waren zu komplex und unübersichtlich. Dabei wünschen sich die Nutzer vor allem eins: Eine schlichte Gestaltung des Autosuggest-Menüs wie sie es von Amazon und Google kennen.

Das komplexe Autosuggest-Menü von Conrad präsentiert direkt Produktvorschläge. Dem Nutzer ist dabei aber nicht klar, warum genau diese vorgeschlagen werden, da seine Preis- und Qualitätsanforderungen der Suche doch gar nicht bekannt sind.

Problem Nr.5: Tippfehler werden nicht berücksichtigt

Auch beim Umgang mit Tippfehlern tun sich viele Shop-Suchfunktionen noch schwer. Im Test produzierten drei Shops irrelevante Ergebnisse, sobald ein Tippfehler im Suchbegriff steckte. Allein Redcoon lieferte bei der Eingabe von „Noetbook“ die gleichen Ergebnisse wie beim korrekten Suchbegriff. Wie der richtige Umgang mit Tippfehlern aussieht zeigt uns Amazon: Im aufklappenden Auto-Suggest-Menü wird direkt während der Eingabe der korrekte Suchbegriff vorgeschlagen. Um dem User die Möglichkeit zu geben, den Tippfehler eigenständig zu erkennen, ist es ratsam das Suchwort im Suchschlitz der Ergebnisseite stehen zu lassen.

Das Autosuggest-Menü von Amazon liefert auch die ideale Lösung zur schnellen Korrektur von Tippfehlern

 

Was müssen Sie tun, um Ihren Besuchern eine erfolgreiche Suche anzubieten?

  1. Trainieren Sie Ihre Suche mit den zentralen Shop-Kategorien
  2. Taggen Sie Artikel und Suchbegriffe mit Synonymen
  3. Schlagen Sie alternative Suchbegriffe vor
  4. Halten Sie das Autosuggest-Menü klein und übersichtlich
  5. Berücksichtigen Sie Tippgehler und geben Sie dafür Korrektur-Vorschläge

 

Nicht nur die Suchfunktion ist bei der Onlineshop-Optimierung wichtig: Tipps, wie Sie Ihren Onlineshop optimieren

Konkrete Optimierungsempfehlungen für Ihre Shop-Suche erhalten

Gerne testen wir Ihre Suchfunktion und überprüfen diese auf Herz und Nieren. Unsere Experten erarbeiten konkrete Optimierungsvorschläge, wie Sie Ihre Shopsuche den Nutzererwartungen anpassen. Ihre Produkte werden so überhaupt und schneller gefunden, Ihre Kundenzufriedenheit und damit Conversionrates und Umsätze gesteigert.

Kontaktieren Sie uns einfach!

Benjamin Uebel – Geschäftsführer
Tel: 030 544 870 24
Email: info@userlutions.com
www.userlutions.com

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