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Onlineshop optimieren mit den 6 Phasen der Shop-Interaktion

Onlineshop optimieren mit den 6 Phasen der Shop-Interaktion

Benjamin Uebel in User-Experience-Tipps
Lesezeit: 6 Minuten · 3. September 2014
von | 3. September 2014 | User-Experience-Tipps

Zusammenfassung: Nutzer interagieren in 6 Phasen mit einem Onlineshop. Durch Usability-Tests lassen sich Conversion-Potenziale in allen Interaktionsphasen aufdecken.

 

Der Besuch eines Onlineshops gestaltet sich für die Nutzer ähnlich wie das Erklimmen eines Berges.

Sie passieren auf dem Weg zum Gipfel mehrere Stationen und müssen immer wieder von neuem den Entschluss fassen, weiter aufzusteigen – bis hin zum Checkout.

Doch nur ein Bruchteil der Shop-Besucher erreicht den Gipfel und schließt die Bestellung ab. Für den Onlineshop-Betreiber bedeutet das: schlechte Conversion-Rate und niedriger Umsatz.

Einen Onlineshop optimieren heißt auch, die 6 Phasen der Shop-Interaktion und ihre jeweiligen Implikationen für die Conversion-Rate zu kennen.

Die 6 Phasen der Shop-Interaktion

Um unsere Kunden optimal bei der Shop-Optimierung zu begleiten, haben wir das 6-Phasen-Modell des E-Commerce entwickelt. Anhand der 6 Phasen lassen sich Usability-Tests wie unsere RapidUsertests gezielt einsetzen, um Bedürfnisse abzufragen, Probleme aufzudecken und so den Onlineshop systematisch zu optimieren. Wir geben Tipps zur Onlineshop-Optimierung in jeder der 6 Interaktionsphasen.

 

Onlineshop optimieren: 6 Phasen der Interaktion

Der Aufbau der 6-Phasen des E-Commerce

 

Phase 1 – Die Suche nach einem geeigneten Onlineshop

Wie gelangt der User eigentlich in deinen Shop?

Deine Nutzer informieren sich auf Google, auf Preisvergleichsseiten, in Testberichten über bestimmte Produkte – also zunächst außerhalb des Onlineshops.

Eine passgenaue Ansprache der Zielgruppe ist hier entscheidend.

Mit Usability-Tests speziell für die Shop-Suche kannst du z.B. herausfinden, wie du dich für den Suchenden in den SERPS bei Google bestmöglich präsentierst.

Mit einem Usability-Test kannst du herausfinden:

  • Mit welchen Keywords wird nach dem Produkt gesucht?
  • Welche Argumente sind in der Google-Ergebnisliste überzeugend?
  • Auf welche Suchergebnisse und Google-Anzeigen wird geklickt UND WARUM?
  • Welchen Weg nimmt der Nutzer eigentlich bis er in meinem Shop landet?

Lasse den Usability-Test dafür nicht auf deiner eigenen Website sondern auf google.de starten.

So könnte die Aufgabe zum Beispiel lauten:

 

Du willst Blumenerde kaufen und suchst deshalb bei Google nach entsprechenden Onlineshops.

  • Welche Ergebnisse sprechen dich an und warum?
  • Welche Seiten würdest du dir genauer anschauen?

 

Ziel ist es, nicht nur den Weg des Kunden zu verstehen, sondern die Suchergebnisse so zu optimieren, dass der Suchende im eigenen Onlineshop landet – und nicht bei der Konkurrenz.

So bekommst du mehr Traffic für deinen Onlineshop und im Rückschluss mehr Verkäufe und steigenden Umsatz.

Phase 2 – Der erste Eindruck

Sind die Nutzer erstmal auf deinem Onlineshop gelandet, entscheiden sie in kürzester Zeit, ob sie bleiben oder die Seite gleich wieder verlassen.

Innerhalb weniger Sekunden stellen sich die Nutzer folgende Fragen:

  • Ist diese Webseite vertrauenswürdig?
  • Passt das Angebot des Shops zu dem was ich suche?
  • Ist sofort erkennbar wie man ins Sortiment gelangt?
  • Ist der Shop übersichtlich und ansprechend gestaltet?

Bei diesen Fragen muss dein Shop punkten und die Antworten schnell auffindbar sein.

In einem Usability-Test kannst du herausfinden, wie du abschneidest, und was du noch optimieren solltest.

Schick die Tester dazu einfach auf deinen Onlineshop und gib Ihnen folgende Aufgabe:

 

Schildere deinen ersten Eindruck von der Webseite.

  • Was fällt dir positiv und was negativ auf?
  • Würdest du auf der Webseite bleiben? Warum (nicht)?

 

Anhand der Ergebnisse kannst du deinen Onlineshop optimieren und einen besseren ersten Eindruck hinterlassen.

Phase 3 – Suchen und Finden von Produkten

Hat der Nutzer sich entschieden, dass dein Onlineshop seine Anforderungen erfüllt, macht er sich auf die Suche nach einem passenden Produkt. Vielleicht durchforstet er dafür alle Kategorien, nutzt die interne Suche oder lässt sich von Teaser-Bildern auf der Startseite leiten. Auch die Nutzung von Filtern spielt hier eine Rolle.

Um den Nutzer optimal bei seiner Suche zu unterstützen, empfehlen wir folgende Fragen durch einen Usability-Test zu überprüfen:

  • Versteht der Nutzer die Kategorien des Shops und erkennt er welche Produkte dazu gehören?
  • Findet der Nutzer auf schnellem Wege alles was er sucht?
  • Liefert die interne Suchfunktion nützliche Suchergebnisse?
  • Erhält der Nutzer ausreichend Informationen über die Produkte, um sich zu entscheiden?

So könntest du eine Aufgabe formulieren, um die Produktsuche zu testen:

 

Suche nach einem Produkt, das dir gefällt und deinen Bedürfnissen entspricht. 

  • Was fällt dir positiv und was negativ auf?
  • Welche Informationen helfen dir dabei, welche sind überflüssig?

 

So entdeckst du Optimierungsmöglichkeiten bei der Produktsuche.

 

 

Phase 4 – Die Auswahl eines passenden Produkts

In Shops mit einem großen Warenangebot werden über die Produktsuche oft viele Produkte gefunden, die auf den ersten Blick passend erscheinen. Jetzt muss sich der Nutzer für eines entscheiden.

Für die endgültige Produktauswahl brauchen sie Informationen, die sich in einem Usability-Test herausfinden lassen.

Zwei Seiten sind für die Entscheidung für ein Produkt wichtig: Die Produktübersichtsseite und die Produktdetailseite.

Die entscheidenden Fragen sind:

  • Welche harten Entscheidungskriterien haben die Nutzer?
    Diese sollten bereits auf der Produktübersichtsseite zu finden sein, so dass der Nutzer bereits eine Vorauswahl treffen kann.
  • Welche weiteren Informationen benötigt der Nutzer für die Kaufentscheidung?
    Diese sollten auf jeden Fall in der Produktbeschreibung auf der Produktdetailseite zu finden sein.

Eine mögliche Aufgabenstellung könnte ein:

 

Suche nach einem Produkt, das dir gefällt und deinen Bedürfnissen entspricht.

  • Schau dir zunächst mehrere Produkte genauer an. Warum hast du diese Produkte ausgewählt?
  • Was gefällt dir gut und was schlecht an den ausgewählten Produkten? Welche Informationen fehlen dir?
  • Entscheide dich nun für ein Produkt. Welches wählst du und warum?

 

 

Phase 5 – Der Checkout

Ist ein Nutzer im Onlineshop fündig geworden, wechselt er in die fünfte Phase. Hier durchläuft er den Checkout, registriert sich und macht Angaben zur Zahlung und Lieferung.

Ist er schon so weit gekommen, gibt er nicht mehr so schnell auf – sollte man denken. Doch gerade hier sind die Abbruchraten oft am höchsten. Um die Usability des Checkouts zu optimieren, sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Ist eine Gastbestellung möglich?
  • Fragen die Formulare nur relevante Daten ab und sind sie nicht zu lang und umständlich?
  • Sind die Lieferbedingungen und angebotenen Zahlungsmöglichkeiten zufriedenstellend?
  • Wirkt der Onlineshop weiterhin vertrauenswürdig?

Welche Fragen sich deine Nutzer sonst noch stellen, was für sie unklar ist, wo sie nicht weiterkommen und warum sie gegebenenfalls abbrechen würden, erfährst du in Usability-Tests.

Formuliere die Aufgabe beispielsweise so:

 

Lege dein gewünschtes Produkt in den Warenkorb und schließe deinen Einkauf ab, klicke am Ende aber NICHT auf „Kaufen“.
Kommentiere dich durch den Bestellprozess.

 

 

Phase 6 – Wiederkauf

Ist ein Kunde einmal gewonnen, wünschen sich Shopbetreiber, dass dieser nicht nur einmal kauft, sondern zum Wiederkäufer und loyalem Stammkunden wird. Statistiken zeigen, dass das einen guten Grund hat: Bestandskunden konvertieren fünf- bis neunmal besser als Erstkäufer. Treue Kunden machen so 40% des Umsatzes aus, obwohl sie nur für 20% des Besuchertraffics auf der Seite sorgen.

Usability-Tests mit bestehenden Kunden zeigen Ihnen, welche Stärken und Schwächen dein Onlineshop aus Kundensicht hat und welche ihrer Bedürfnisse noch nicht erfüllt werden.

Ein zentrales Mittel, um Kunden zu reaktivieren ist der Newsletter. Damit er möglichst viele Stammkunden zurück in Ihren Shop führt, kann der Newsletter durch Testung der folgenden Fragen optimiert werden:

  • Ist das Produkt ansprechend inszeniert?
  • Werden Preise und Angebote im Newsletter transparent kommuniziert?
  • Ist der Newsletter funktional und übersichtlich gestaltet?

Wie du Newsletter-Tests durchführst, liest du hier: Die Erfolgsfaktoren guter Shop-Newsletter (Fallstudie)

Mit dem 6-Phasen-Modell kontinuierlich testen

Durch ein kontinuierliches Testen der 6 Phasen wird der Nutzer besser bei seinem Kaufprozess unterstützt. Die Entscheidung, ob er den Berg weiter erklimmen soll, wird ihm leicht gemacht.

Ziel der RapidUsertests ist es dabei systematisch alle Probleme zu finden, warum Nutzer die Webseite verlassen und diese Gründe zu eliminieren, um so die Wahrscheinlichkeit von Abbrüchen in jeder Phase zu minimieren. Unsere Usability Experten geben zudem gezielte Optimierungsvorschläge, wie Sie die Stolpersteine in Ihrem Onlineshop aus dem Weg räumen können.

Wie du RapidUsertests in allen 6 Phasen und darüber hinaus einsetzen kannst: Ideen für den Einsatz von Crowd-Usability-Tests

Was sind deine Best-Practices für die Optimierung in den verschiedenen Phasen? In welchen Phasen hast du schon selbst Usability-Tests eingesetzt?

Infografik – Wie hoch ist die Nutzerfreundlichkeit im M-Commerce?

Infografik – Wie hoch ist die Nutzerfreundlichkeit im M-Commerce?

Martin Schröter in Mobile Usability
Lesezeit: 0 Minute · 3. Juni 2014
von | 3. Juni 2014 | Mobile Usability

Obwohl fast die Hälfte aller Deutschen ein Smartphone besitzt und regelmäßig auf mobile Webseiten im E-Commerce zugreift, brechen 83% trotz konkreter Kaufabsichten ab.

Getreu dem Motto “Unterwegs gesucht, aber zuhause gekauft”, schreckt viele Benutzer eine mobile Webseite im Hinblick auf die Nutzerfreundlichkeit ab.

Schlechte Usability im M-Commerce

Folgende Infografik zeigt Tücken, Grundpfeiler und mögliche Ansatzpunkte einer mobilen Strategie, um die eigene Conversion-Rate zu verbessern.

Hier gibts die Infografik zum Download: JPEG, PDF, GIF

Fazit:

Gerade im Mobile Commerce gibt es noch allerhand Optimierungspotential. Über 40% der Nutzer wechseln nach dem misslungenen mobilen Erlebnis zum Desktop. Unternehmen können durch Nutzertests frühzeitig Probleme und Potentiale erkennen und das mobile Shoppen zum Erlebnis machen. Die Rapidusertests helfen Shopbetreibern dabei, das eigene Angebot zu verbessern.

Weitere Tipps mobiler Conversion-Optimierung finden Sie hier:

Sie haben Fragen zu Nutzertests oder mobiler Optimierung? Gerne helfen wir Ihnen bei der Durchführung Ihrer Usability-Untersuchung weiter.

 

Tipps für bessere Testergebnisse I: Die richtige Stichprobengröße

Tipps für bessere Testergebnisse I: Die richtige Stichprobengröße

Benjamin Uebel in Testing-Tipps
Lesezeit: 4 Minuten · 3. Juli 2013
von | 3. Juli 2013 | Testing-Tipps

Jeder Webseitenbetreiber, der einen Usablity-Test durchführt, steht irgendwann vor der Frage „Welche Stichprobengröße soll ich wählen?“. Um die Entscheidung zu erleichtern, hier ein kleiner Guide, zur Wahl der richtigen Testerzahl.

Welche Stichprobengröße soll ich wählen?

Die richtige Stichprobengröße


Zwei Faustregeln:

  1. Je größer die Stichprobe, desto zuverlässiger das Testergebnis.
  2. Je kleiner die Stichprobe, desto geringer mein Aufwand.

Ein Webseitenbetreiber muss zwischen diesen beiden Polen abwägen und hier wollen wir eine kleine Entscheidungshilfe geben.


Ziel 1: Zuverlässige Ergebnisse

Als Faustregel gilt – Je größer die Stichprobe, desto zuverlässiger das Testergebnis. Kleine Stichproben (unter 10 Testpersonen) bergen Risiken. Beispiel zwei Testpersonen: Angenommen, zwei Tester stoßen auf unterschiedliche Probleme. Wie ermittelt man, welches Problem wichtiger ist? Lassen sich an zwei Testern gefundene Probleme bereits verallgemeinern und daraus Schlussfolgerungen zur Optimierung der Seite ziehen? Das Risiko, Fehlentscheidungen zu treffen ist vorhanden.

Mit größeren Stichproben kann man die Häufigkeit der Usability-Probleme besser einschätzen und so die nötigen Optimierungen sicher priorisieren. Große Stichproben sind auch dann wichtig, wenn man das Management von Veränderungen überzeugen und die Ergebnisse durch quantitative Aussagen erhärten will.


Ziel 2: Geringer Aufwand

Auf der anderen Seite wollen viele Webseitenbetreiber sparsam mit Zeit und Geld umgehen. Je größer die Stichprobe, desto größer der Auswertungsaufwand und Testkosten.

Minimieren Sie Ihren Auswertungsaufwand, indem Sie die Auswertung durch Usability-Experten vornehmen lassen. Diese lassen in ihren Analysen die individuelle Erfahrung aus dutzenden Testprojekten einfließen. So muss man am Ende nur noch zwei Stunden Zeit für die Präsentation und Diskussion der Resultate einplanen und erhält professionell ausgewertete Testergebnisse.

Viele Webseitenbetreiber haben nur ein kleines Budget für Testing. Vergegenwärtigt man sich jedoch, dass ein klassischer Usability-Test im Labor mit 10 Testpersonen ca. 10.000 € kostet, ist der Preis von 390€ für einen 10er RapidUsertest sehr gering. Wie mehrere Studien gezeigt haben, sind die Ergebnisse der RapidUsertests vergleichbar zu den Ergebnissen klassischer Labortests. Wir empfehlen daher Tests ab 10 Testpersonen.

Faustregeln für die Wahl der Stichprobengröße

  • Ab 7 Testpersonen sinkt das Risiko, dass man sich nur auf zufällige Einzelmeinungen fokussiert.
  • Ab 10 Testpersonen kann man die wesentlichen Ergebnisse gut priorisieren.
  • Ab 20 Testpersonen kann man belastbare quantitative Aussagen ableiten.
  • Ab 30 Testpersonen werden seltene, aber schwerwiegende Fehler sicher aufgedeckt.
  • Ab 40 Testpersonen sind experimentelle Untersuchungen auf Signifikanzniveau möglich.

Welche Stichprobengröße in welcher Situation?

Stichprobengröße für jedes Testszenario

Sie kennen RapidUsertests noch nicht – Empfehlung: Kennenlern-Test mit 2 Testpersonen

Um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, bieten wir Tests mit 2 Testpersonen für 49 € an. Dies ist jedoch keine Basis für eine Optimierung, weil die Ergebnisse noch zufällig und zu subjektiv gefärbt sind. Für Optimierungen empfehlen wir klar größere Stichproben.


Sie machen den ersten großen Test – Empfehlung: 10-20 Testpersonen

Für den ersten Test ist eine Stichprobengröße von 10-20 Testpersonen optimal. So kann eine gute Priorisierung der gefundenen Probleme vorgenommen werden.


Sie haben eine breite Zielgruppe – Empfehlung: 10-20 Testpersonen

Auch bei breiten Zielgruppen empfehlen wir 10-20 Testpersonen. Es gibt z.B. sehr große Unterschiede im Verhalten alter und junger Internetnutzer. Diese werden mit dieser Stichprobengröße gut aufgedeckt. Bei zwei sehr verschiedenen Zielgruppen kann es Sinn machen, parallel zwei Tests mit identischen Aufgaben zu starten.


Sie haben hohen Traffic – Empfehlung: Bis 30 Testpersonen

Hat Ihre Seite viel Traffic lohnt sich ein Test mit bis zu 30 Testpersonen, weil mit großer Stichprobe auch seltene, aber für die Conversionrate zentrale Probleme entdeckt werden. (Beispiel: Wenn 4 von 30 Testpersonen das gleiche schwerwiegende Problem im Checkout haben, sind das über 10% Verlust. Mit einem 10er Test wären diese seltenen Probleme ggf. nicht entdeckt oder nicht richtig priorisiert worden.)


Sie wollen das Management überzeugen – Empfehlung: 20+ Testpersonen

Sie wollen mit den Testergebnissen das Management von der Notwendigkeit von Optimierungen überzeugen. Um zu vermeiden, dass Ihre Testergebnisse mit dem Argument „Das sind doch subjektive Einzelmeinungen.“ weggefegt werden, empfiehlt sich eine Testerzahl von 20 Testpersonen aufwärts. Damit werden aufgedeckte Probleme in der Regel mit dem nötigen Ernst behandelt.


Sie testen regelmäßig – Empfehlung: 5-10 Testpersonen

Wenn Sie mehrfach im Quartal testen, hat sich diese Stichprobengröße bewährt. Sie ist schnell auszuwerten und Sie können aus Ihrer Erfahrung einfach die Ergebnisse mehrerer Tests miteinander in Beziehung bringen. Aber auch hier gilt die Faustregel: Je höher Ihr Traffic, desto mehr Testpersonen sollten Sie verwenden, um möglichst belastbare Ergebnisse zu erhalten.


Sie haben komplexe Fragestellungen – Empfehlung: 40+ Testpersonen

Wenn Sie komplexere Fragestellungen untersuchen wollen („Welcher Prototyp ist nutzerfreundlicher, im Vergleich zur Live-Version? Werden Bestands- und Neukunden gleich gut abgeholt?“ usw.) kann man mit den RapidUsertests problemlos experimentelle Testanordnungen durchführen. Diese kann man statistisch auf Signifikanz überprüfen und umfassend auswerten.



Fragen Sie unsere Berater:

Für ein orientierendes und unverbindliches Beratungsgespräch: 030/54487025
Per E-Mail: info@userlutions.com


Warum bieten wir Tests mit kleinen Stichproben an, obwohl wir diese nicht empfehlen?

Unser Ziel ist es, möglichst vielen Webseitenbetreiber den großen Nutzen von Usability-Tests erfahrbar zu machen, auch wenn das Budget klein ist. Damit konnten wir schon hunderte kleine Webseitenbetreiber von den Testergebnissen profitieren lassen. Auch wenn die Ergebnisse kleiner Stichproben nicht hochpräzise sind, auch dieser Grundsatz gilt: besser klein testen, als gar nicht testen.

Hier geht es zum zweiten Teil unserer Tipps für bessere Testergebnisse (selbst auswerten vs. auswerten lassen).

Amazon.de im Test: RapidUsertests deckt Mängel in der Usability auf

Amazon.de im Test: RapidUsertests deckt Mängel in der Usability auf

Userlutions Team in RapidUsertests-Studien
Lesezeit: 1 Minute · 15. Mai 2012
von | 15. Mai 2012 | RapidUsertests-Studien

In einer aktuellen Nutzerstudie mit 145 Testnutzern konnten wir mit Remote-Usertests Mängel in der Usability des weltweit größten Internetshops Amazon feststellen. Man muss zugeben: die Nutzer wurden meist vorbildlich bei ihrem Einkaufserlebnis unterstützt. Dennoch vermissten ca. 70 % der Test-Einkäufer eine übersichtliche Sortierfunktion. Unsere Studie unterstreicht damit die Wirksamkeit von Online-Usability-Tests.

Usability-Probleme bei 70% der Test-Nutzer

Für die Online-Usability-Studie schickten wir Neu- und Bestandskunden auf Erkundungstour. Das Ergebnis: 99 von 145 Testern hatten Schwierigkeiten, die Suchergebnisse entsprechend ihrer Anforderungen zu sortieren oder zu filtern. Nutzer, die z.B. bei Amazon.de nach dem Begriff „Teekanne“ suchten, erhielten eine Ergebnisliste von ca. 6.570 Treffern – eine erschlagende Auswahl. Häufig suchten Tester daraufhin nach Sortier- oder Filtermöglichkeiten. Beides wurde nur sehr schwer oder gar nicht gefunden. Die Kategorisierung stellte ein weiteres Problemfeld hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit dar: Mit 12 Hauptkategorien und 81 Unterkategorien empfanden viele Nutzer diese Auswahlmöglichkeiten als zu vielfältig. Kein einziger Testnutzer war in der Lage, das gesuchte Produkt durch die Eingrenzung über Kategorien zu finden.
Die zentralen Erkenntnisse der Studie wurden in einer Video-Zusammenfassung aufbereitet. Hier werden die konkret aufgetretenen Usability-Hürden der Nutzer beim Surfen auf Amazon.de gezeigt, sowie die ausgesprochenen Verbesserungsvorschläge der User. Link: http://bit.ly/ITOLxW.

Amazon macht vieles richtig

Die Kategorisierung von Amazon.de bot laut der Tester einen guten Einstieg. Allerdings nutze die absolute Mehrheit der Kunden letztlich die Suchleiste zur Navigation in dem E-Commerce-Shop. Die optimal auf der Webseite platzierte Suchleiste  fand bei den Testern nur positiven Anklang: Fehler wurden automatisch korrigiert, Nutzer konnten mehrere Suchbegriffe eingeben und es wurden umfangreiche Ergebnislisten ausgegeben.

RapidUsertests deckt zielgerichtet Probleme auf

Die Studie offenbart, wie wirksam Online-Usability-Tests selbst von ‚gestandenen‘ Internetanbietern sein können.

Update (16.05.2012): 
Inzwischen hat der E-Commerce-Riese – unabhängig von den Befunden unserer Studie – Sortier- und Filterfunktionen in die Suche integriert. Es ist jedoch bemerkenswert, dass sich die Ergebnisse unseres Tests mit den von Amazon als wichtig erachteten Anforderungen an eine verbesserte Nutzerfreundlichkeit decken.

Nun zu euch – konntet ihr anhand des Videos potenzielle Usability-Hürden auf eurer Seite ausmachen? Was denkt ihr über die ’neue‘ Sortierfunktion?

6 Wege, Eure Website durch Screencasts erfolgreicher zu machen

6 Wege, Eure Website durch Screencasts erfolgreicher zu machen

Userlutions Team in Testing-Tipps
Lesezeit: 4 Minuten · 8. Mai 2012
von | 8. Mai 2012 | Testing-Tipps

Seit geraumer Zeit bieten wir euch mit RapidUsertests einen Online-Service, mit dem der Bildschirminhalt eines typischen Nutzers bei der Verwendung von Websites oder Web-Anwendungen aufgezeichnet wird.
Die so entstandenen Videos, sogenannte Screencasts, zeigen dabei das Surf- und Klickverhalten eines Nutzers. Meist wird gleichzeitig noch die Stimme aufgezeichnet. Aus dem sichtbaren Surfverhalten und den laut ausgesprochenen Gedanken der Nutzer lassen sich viele Informationen und Erkenntnisse über das tatsächliche Nutzungsverhalten ableiten.

Fragen, die durch Screencasts beantwortet werden können, sind unter anderem:

  • Wie wird die Website vom Nutzer wahrgenommen und verstanden?
  • Was gefällt bzw. missfällt den Nutzern?
  • Welche Inhalte oder Funktionen werden übersehen bzw. nicht verwendet?

Doch es gibt viele weitere sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten für Screencasts. Heute zeigen wir euch 6 Wege auf, wie ihr Screencasts in eurem Alltag als Webseiten- oder Web-Agentur-Betreiber für euch nutzen könnt. Darunter dürften einige Anwendungsmöglichkeiten sein, an die ihr vielleicht noch nicht gedacht hattet:

  1. Die Usability der eigenen Seite prüfen
  2. Das Verhalten von Nutzern auf Konkurrenzseiten beobachten
  3. Ideen zur Conversion Rate Optimierung generieren
  4. Das eigene Team/den Chef von der Wichtigkeit bestimmter Themen überzeugen
  5. Screencasts zur Kundenakquise verwenden
  6. Qualitative A|B-Tests der eigenen Website durchführen

Als Anmerkung: Alle hier aufgelisteten Nutzungswege sind von unseren Kunden bzw. Partnern in der Praxis erprobt worden.

1. Die Usability der eigenen Seite prüfen

Dies ist wohl die offensichtlichste Anwendungsmöglichkeit von Screencasts: Einem echten, unvoreingenommenen Nutzer bei der Verwendung der eigenen Website zuzusehen und zuzuhören ist meist ein echter Augen-Öffner. Wer kann von sich schon behaupten, dass er genau weiß, wie sich ein typischer Nutzer auf der eigenen Seite verhält? Und vor allem: warum dieser sich so verhält, wie er es tut? Screencasts geben euch direkte Antworten auf diese ‚Warum‘-Fragen, und helfen damit, die Daten und Zahlen des Web-Trackings richtig und sinnvoll zu interpretieren.
Ein Beispiel: Von Google Analytics (oder dem Web-Tracking Service eures Vertrauens) wisst ihr, dass eure Website-Besucher überdurchschnittlich lange auf eurer Preise-Seite verweilen. Doch warum ist dies so? Ist es, weil sie die Preisstaffelung nicht verstehen? Ist es, weil sie die Inhalte der Seite so interessant finden, dass sie lieber nochmal alles im Detail durchlesen möchten? Oder können sich die Nutzer nicht von dem charmanten Foto eurer Support-Mitarbeiterin lösen? Mithilfe eines Screencast-Usability-Tests erhaltet ihr Antworten auf diese Fragen.

2. Das Verhalten von Nutzern auf Konkurrenzseiten beobachten

Noch spannender als Nutzern bei der Verwendung der eigenen Seite zuzusehen, ist es, Nutzern bei der Verwendung von Konkurrenz-Anbietern über die Schulter zu schauen. Wolltet ihr nicht immer schon mal wissen, wie die Landingpage eines Konkurrenz-Anbieters auf potenzielle Kunden wirkt? Sucht ihr nach Möglichkeiten, euch entscheidend von einem Wettbewerber hervorzuheben? Screencasts geben euch Einsichten, was die Konkurrenz gut macht, und was weniger gut.
Anmerkung: Da ihr genau wisst, mit welcher Zielgruppe und welchen Anwendungsfällen ihr es zu tun habt (ihr seid ja im selben Zielgruppen-Sektor tätig), könnt ihr einfach und unkompliziert passende Aufgaben und User für die Teilnahme am Screencast-Check auswählen.

3. Ideen zur Conversion Rate Optimierung generieren

Um sinnvolles AB-Testing zu betreiben, ist es wichtig, viele Ideen und Ansätze gegeneinander zu testen und aus der Vielzahl der Möglichkeiten letzendlich die beste Kombination zu bestimmen. Doch was tut man, wenn die eigenen Ideen und Einfälle zur Website-Optimierung an ihre Grenzen stoßen, und ‚einfach nichts neues mehr dazu kommen will‘? Die Antwort lautet: Man fragt seine eigenen Nutzer. Mit explorativen, offen angelegten Screencast-Tests könnt ihr sehr gut Ideen geniereren, auf die man selbst nicht ohne weiteres gekommen wäre. Fragen Sie z.B.: „Was würden Sie auf der Landing-Page eines Anbieters von X erwarten?“ „Was ist für Sie der größte Mehrwert bzw. Vorteil unseres Services?“ Die Antworten der Nutzer können euch weitere Denkanstöße geben, welche Slogans ihr noch testen könnt bzw. wie ihr eine Landingpage gestalten könntet.

4. Das eigene Team/den Chef von der Wichtigkeit bestimmter Themen überzeugen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – genauso ist es mit Screencasts. Ein Beispiel: Stellt Euch vor, ihr zeigt eurem Team (oder eurem Chef) Screencasts von Nutzern, die alle den Login-button zur Anmeldung auf eurer Website gar nicht oder nur nach langem Suchen finden. Alle eure Kollegen werden dann verstehen (bzw.“EIN-sehen“), dass dies ein wirkliches Problem ist. Spart euch langwierige Diskussionen und Argumentationen, und lasst die Nutzer und deren Verhalten für euch sprechen.

5. Screencasts zur Kundenakquise verwenden

Stellt euch vor, ihr betreibt eine Web-Agentur. Eurer Job ist es unter anderem, Webseitenbetreiber davon zu überzeugen, dass a) es Schwachstellen und Optimierungspotenzial auf seiner Website gibt, und b) ihr in der Lage seid, die Website des Kunden beträchtlich zu verbessern. Stellt euch vor, ihr tretet nun an einen potenziellen Kunden heran. Ihr zeigt diesem Screencasts, auf dem hilflose, verwirrte und frustrierte User zu sehen sind, die sich mit der Website des Kunden unnötig ‚abmühen‘. Nun folgt in der Bildschirmaufzeichnung noch ein Kommentar eines Nutzers: „…Also das ist mir jetzt leider zu kompliziert, ich glaube, an dieser Stelle würde ich die Seite verlassen…“. Der Kunde wird sich anschließend schwertun mit der Behauptung, seine Website „sei doch eigentlich perfekt“ und müsste nicht weiter optimiert werden. Nun müsst ihr nur noch Ideen entwickeln, wie man seine Website verbessern könnte – und ein neuer Kunde ist gewonnen.

6. Qualitative A|B-Tests der eigenen Website durchführen

Quantitative AB-Tests gehören seit geraumer Zeit in das Standard-Portfolio der Conversion-Rate Optimierung. Doch nach einem erfolgreichen, multivariaten AB-Test wisst ihr nur so viel: die eine Version performt besser als die andere. Was ihr nicht genau wisst, ist warum sie besser performt, und ob es nicht immer noch Aspekte gibt, die an der „besseren“ Version verbesserungswürdig wären. Beides könnt ihr jedoch mithilfe eines qualitativen AB-Screencast-Test näher untersuchen. Ihr erhaltet zu jeder Unterseite, die für euch und die gewünschte Conversion wichtig ist, unmittelbares Feedback der Nutzer, und könnt anhand von diesem Feedback eure Seite mittels weiterer AB-Tests iterieren und optimieren.

Fazit: Ein Tool, 1000 Anwendungen

Screencasts sind ein vielseitiges Tool, was euch bei vielen Problemen und Arbeitsschritten im Alltag eines Webseitenbtreibers oder Web-Agentur-Inhabers unterstützen kann. Ob zum besseren Verständnis der eigenen Kunden, zur Konkurrenz-Analyse, als Hilfsmittel bei der Akquise oder zur Gewinnung von neuen Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Website: Screencasts sind ein einfaches und preiswertes Tool, um dies zu ermöglichen. Zudem ist die Beauftragung von Screencasts wenig zeitaufwendig, auf Abruf verfügbar und liefert häufig schon nach wenigen Stunden erste Ergebnisse.

Jetzt seid ihr dran! Berichtet uns von euren Erfahrungen: wozu verwendet ihr Screencasts? An welche verrückten oder fantastischen Nutzungsszenarien haben wir noch nicht gedacht?

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