Top-Beiträge 2016 im RapidUsertests-Blog

Top-Beiträge 2016 im RapidUsertests-Blog

Henriette Zarske | Jan 18, 2017 | Wir über uns

UX und Usability-Insights sind gefragt. Grund genug zu schauen, welche unserer Blog-Artikel aus 2016 am meisten gelesen wurden. Fünf Beiträge mit vielen Praxistipps zur Conversion-Rate-Optimierung sowie Produktentwicklung!

1. Experten-Interview: Erkenntnisse aus Usability-Tests, Unternehmensbrillen & Bootstrapping

In diesem Interview sprechen Birgit Bärnreuther und Benjamin Uebel, die Gründer von RapidUsertests & Userlutions, anlässlich des 5-jährigen Firmen-Jubiläums über ihre Erfahrungen, die Gründungsidee, das zunehmende Interesse an Usability und User-Centered-Design und die Vorteile der Selbstfinanzierung (Bootstrapping).

2. Schadet die AGB-Checkbox der Usability?

Obwohl viele Online-Shops eine Checkbox zur Bestätigung der AGBs verwenden, ist diese nicht verpflichtend. Ein klarer, unmissverständlicher und verlinkter Hinweis auf die AGBs ist per Gesetz ausreichend. Sollte man die AGB-Checkbox nun also verwenden oder nicht? In diesem Artikel werden Vor- und Nachteile der AGB-Checkbox aus Usability-Sicht diskutiert. Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte…

3. 15 Best-Practices für Usability-Tests mit Prototypen, die Sie kennen sollten

Der frühe Vogel fängt den Wurm – auch im Zusammenhang mit Usability-Tests kann dieses Sprichwort verwendet werden. Erfahren Sie in diesem Beitrag wie Sie einen Usability-Test mit einem Prototypen vorbereiten, welche Rolle Verlinkungen spielen und wie Sie den Nutzer bzw. Tester instruieren sollten. Sie erfahren außerdem welche Besonderheiten bei Prototypen von mobilen Websites/Apps, Wireframes und klickbaren PDFs zu beachten sind.

4. Wie Sie mit Crowd-Usability-Tests die Langzeitnutzung Ihres Produkts besser verstehen

Apps und andere Programme, die den Alltag erleichtern sollen, werden immer beliebter: Besonders zu Themen wie Kochen, Sport, Auto oder Gesundheit. Bei vielen von ihnen zeigen sich die Usability-Probleme jedoch erst bei der kontinuierlichen Verwendung im Alltag. In unserem Beitrag zeigen wir wie Crowd-Usability-Tests auch für Langzeitstudien verwendet werden können und welche Vorteile sie gegenüber Tagebuchstudien aufweisen.

5. Wie Ihr Zielgruppenwissen Ihre Conversionrate beeinflusst

Auch wenn die Zielgruppendefinition ist nicht immer einfach ist: Für die richtige Zielgruppe zu entwickeln, sowie seine Hypothesen durch diese bestätigen zu lassen, ist essenziell. Wie Sie mit der richtigen Zielgruppen-Ansprache die Conversion steigern und welche Zielgruppeninformationen Sie für einen Usability-Test benötigen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Wie Ihr Zielgruppenwissen Ihre Conversionrate beeinflusst

Wie Ihr Zielgruppenwissen Ihre Conversionrate beeinflusst

Christian Kleemann | Feb 25, 2016 | User-Experience-Tipps

In den letzten Jahren haben unsere UX-Berater tausende Usability-Tests erstellt, analysiert und dabei folgendes festgestellt: Wenn wir mit unseren Kunden die Tests entwickeln, hören wir bei der Frage nach der Zielgruppe oft die Antwort: “Eigentlich jeder.”

Warum jeder nicht gleich jeder ist, wie unterschiedliche Zielgruppen die Conversion beeinflusst und welche Zielgruppeninformationen Sie für einen aussagekräftigen Usability-Test benötigen, haben wir im Team besprochen und ein paar Unterschiede zum besseren Verständnis zusammengetragen.

Männer vs. Frauen

Eine nie endenwollende Geschichte und immer spannend – mit Usability-Videos schauen wir genauer hin. Wie shoppen die Geschlechter im Vergleich und worauf legen sie besonderen Wert beim Einkauf? Hier 3 Beispiele aus unseren Usability-Tests:

  1. Männer achten bei Notebooks auf Megahertz und RAM – Frauen mehr auf Aussehen, Preis und Gewicht. Generell haben die Männer, was das Verständnis betrifft, die Nase bei technischen Käufen vorn, dafür die Frauen bei Kleidung.
  2. Männer wollen eindeutige Produktabbildungen und Abmessungen – Frauen tendieren zu hübschen Aufnahmen in ansprechender Kulisse.
  3. Frauen sind Preis-sensibler als Männer und sprechen auf Schlussverkäufe eher an.

Natürlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel, jedoch erkennen wir in unseren Analysen klare Tendenzen, was Frauen und Männer beim Onlineshopping bevorzugen. Einfachste Personalisierung im Onlineshop kann die Conversion Rate erhöhen und sorgt für bessere Kundenzufriedenheit.

PayPal vs. Lastschriftverfahren

Auch Usability-Tests mit deutschen Nutzern zeigen: Tester lieben PayPal. Es ist einfach, sicher und schnell. Innerhalb zahlreicher Analysen bevorzugten unsere Tester am liebsten PayPal, Überweisung und die gute alte Rechnung.

Die Begründung: Bei diesen Zahlungsarten liegt die gefühlte Kontrolle der Bezahlung mehr in den Händen Ihrer Käufer. Bei der Lastschrift wird diese Kontrolle einem “Unbekannten”, nämlich an den Empfänger abgegeben. Typischer Fall von Kontrollverlust würde Freud wohl sagen. Wir nennen es Sicherheit beim Bezahlvorgang.

Zum Vergleich: Bei amerikanischen Analysen sah das ganz anders aus, hier ist die Kreditkarte das beliebteste Zahlungsmittel. Abhängig von Region, Produkt und Anbieter werden also verschiedene Zahlmethoden bevorzugt.

Die „richtigen“ Zahlungsarten im Onlineshop anzubieten, wirkt sich daher nachhaltig auf die Conversion aus.

Alt vs. Jung

Jeder der schon mal früh um 8 Uhr beim Shoppingcenter seines Vertrauens war, wird bestätigen, dass die Verteilung zwischen Jung und Alt auffällig ist. Auch innerhalb der Customer Journey im Onlineshop gibt es zahlreiche Unterschiede, insbesondere online.

Immer wieder erleben wir ansprechend gestaltete Websites mit schwer verständlichen Informationsstrukturen. Häufig werden Websites am zukünftigen Besucher vorbeigestaltet und Agenturen, Produktmanager sowie Entwickler tun sich schwer einen Spagat, zwischen guter Informationsstruktur und Design, zu finden.

Hier 3 Beispiele:

  1. Ältere User erkennen das Hamburger-Icon nicht als Menu-Button. Abhängig von Internet-Affinität und Alter kann dieses Symbol schnell im Verständnisbereich Ihrer Nutzer untergehen.
  2. Ältere Internetnutzer lesen mehr als junge. Junge Nutzer scannen Inhalte oberflächlich und steigen nur tiefer ein, wenn sie beim Überfliegen einen Mehrwert erkennen.
  3. Ältere sind auf Informationen aus und lesen öfters Texte, um Hintergrundinformationen zu erhalten. Auch kommt es schon mal vor, dass unsere älteren Tester die AGB’s abfotografieren, wenn Sie diese nicht ausdrucken können.

Welche Informationen Sie vor einem Usability-Test über Ihre Zielgruppe benötigen

Für valide Ergebnisse im Usability-Test ist es wichtig, dass Ihre Zielgruppe die Seite untersucht. Wie wir beschrieben haben, ist jeder eben nicht gleich jeder. Zielgruppenverhalten im Internet kann daher nicht pauschalisiert werden. So grenzen Sie Ihre Zielguppe vor einem Usability-Test richtig ein:

  1. Definieren Sie Minimal-und Maximalanforderungen Ihrer Zielgruppe für einen Test
  2. Legen Sie eine Altersstruktur fest
  3. Analysieren Sie die Geschlechterverteilung Ihrer Besucher
  4. Legen Sie bestimmte Affinitäten fest (online, technisch etc.)
  5. Definieren Sie Interessengebiete Ihrer Nutzer

So setzen Sie Usability-Tests für die Optimierung Ihres Onlineshops ein.

Fazit

Zielgruppen verhalten sich vor allem im Internet unterschiedlich. Affinität, Kenntnisstand oder bestimmte Präferenzen wirken sich nachhaltig auf Ihre Conversion aus.

Umfragen und Usability-Tests helfen, das eigene Verständnis zu schärfen und Webentwicklungen auf die Bedürfnisse der Käufergruppen abzustimmen. Für die richtige Zielgruppe zu entwicklen, sowie seine Hypothesen durch diese bestätigen zu lassen, ist essenziell.

3 Tipps für besser konvertierende Call-To-Actions im Checkout

3 Tipps für besser konvertierende Call-To-Actions im Checkout

Christian Kleemann | Feb 4, 2015 | RapidUsertests-Studien

Der Online-Einkauf ist immer nur einen Klick entfernt. Dabei hängt der Kaufabschluss im Checkout-Prozess neben einem leichten Informationstransfer auch von der Button-Bezeichnung ab. In unseren Nutzeranalysen sehen wir immer wieder, worauf es bei der Benennung von Call-To-Actions (CTA) ankommt und wie die klassischen Fehler aussehen.

Schlechte Call-To-Actions führen zu Kaufabbrüchen

Um Nutzer durch den Kaufprozess zu führen, erfreut sich die Button-Bezeichnung “Weiter” großer Beliebtheit. “Weiter”, wenn man den Warenkorb verlässt, “Weiter”, um Adressdaten einzugeben, ein Klick auf “Weiter”, um zur Bestellübersicht zu gelangen. Unterschiedliche Aktionen, die durch einen ständig gleich lautenden Call-To-Action benannt werden und wichtige Informationen vermissen lassen.

In unseren Nutzeranalysen beobachten wir jedoch häufig eine anderes Bedürfnis seitens unserer Tester. Eine schlecht gewählte und uneindeutige Beschriftung der Call-To-Actions führte zu vermehrtem Unwohlsein beim Kaufen des Produktes. Die erste Hürde trat bereits im Warenkorb auf. Eine eher abschreckende Farbe (rot) des Buttons “Hinzufügen” sorgte für Misstrauen bei den Usern. Durch die Farbwahl fühlten sich die Nutzer schon beim Hinzufügen unter Druck gesetzt.

Da die Buttons die durchzuführende Handlung nicht klar wiedergaben, entstand im Checkout vermehrt Verwirrung. Den Nutzern war nicht klar, wohin der Klick des Buttons führt. Anschließend sahen sich die Webseitenbesucher mit einem unerwarteten Kaufabschluss konfrontiert.

Schlechte Call-To-Actions führen bei Nutzern zu:

  • Misstrauen im Warenkorb
  • Verwirrung im Checkout-Prozess, da nächste Schritte nicht kommuniziert werden
  • Unsicherheit im Kaufabschluss (Habe ich alles richtig gemacht?)
  • Abbruch der Bestellung
  • Nachträglicher Stornierung, da der Kauf zu überraschend war

Zulässige Call-To-Actions im eCommerce

Abb.1: Erlaubte und unzulässige Bezeichnung des Kaufen-Buttons im Warenkorb für eCommerce-Betreiber


Spätestens seit die Button-Lösung für Onlineshops in Kraft getreten ist gibt es eindeutige Richtlinien, wie eCommerce-Betreiber den finalen CTA im Checkout zu benennen haben. Wir haben noch 3 weitere Tipps für eCommerce-Betreiber.

1. Richtige Button-Benennung im Checkout aus Usability-Sicht

Sagen Sie Ihren Nutzern, was durch die Interaktion mit dem Button passieren wird!

Häufig sind es ältere und nicht shopping-affine User, die einzelne Schritte im Checkout nicht bemerken oder kennen. Zeitgleich sind sie sich über Abläufe unsicher und wollen mehr Informationen darüber, was beim Klicken passieren wird. Grundsätzlich sind Internetuser eher bereit eine Handlung durchzuführen, wenn klar ist was passieren wird.

Verfügt der Shop über einen mehrstufigen Checkout-Prozess (Adresseingabe, Versand & Zahlungsart, Bestellübersicht, Abschluss) empfehlen wir statt “Weiter”, die Beschriftung mit dem Zusatz des nächsten Schrittes zu ergänzen, z.B. Weiter zur Adresseingabe.

Beispiele für eindeutige Call-To-Actions Bezeichnungen im Checkout:

  • In den Warenkorb legen
  • Artikel zum Warenkorb hinzufügen
  • Weiter zu den Zahlungsdetails
  • Weiter zu den Versandoptionen
  • Weiter zur Bestellübersicht

2. Die richtige Farbwahl für Call-To-Actions

Auch die Farbe des Call-To-Actions ist wichtig. In einer unserer letzten Untersuchung des Onlineshops www.soxego.de gaben die Nutzer die abschreckende Wirkung des Buttons im Warenkorb mehrfach an. Die Farbe rot erzeugte bei den Testern vermehrt Misstrauen und Unwohlsein.

Nach der Farbänderung (grün) und Auswertung der neuen Daten, verzeichnete soxego 60% weniger Kaufabbrüche im Warenkorb.

Call-To-Action Usability im eCommerce

Abb.2: Links: Der CTA im Warenkorb von soxego schreckte die Tester wegen Farbgebung und Wording ab und steigerte das Misstrauen. Rechts: neuer CTA in der Farbe grün führte zu 60% weniger Abbrüchen im Warenkorb.

3. Den richtigen Call-To-Action für Ihre Zielgruppe finden

Egal, ob es um eine eindeutige Benennung oder die Wahl der richtigen Farbe geht. Onlineshops müssen immer Zielgruppe, Dienstleistung und Produkt im Fokus behalten. Man kann die richtige Farbe der Call-To-Actions nie pauschal beurteilen. Führt die Farbe rot bei einem Shop zu abschreckender Wirkung, gibt es durchaus Beispiele wo dies funktioniert (z.B. otto.de).

.

Abb.3: Roter CTA auf otto.de. Die Farbwahl passt zu den Farben des Unternehmens. Der erhöhte Bekanntheitsgrad trägt zudem zum Vertrauen bei und schreckt Nutzer an dieser Stelle nicht ab.


Auch die ausreichende Benennung sollte immer zusammen mit der Fokusgruppe untersucht werden. Durch Nutzertests erhalten Shopbetreiber wertvolle Erkenntnisse, wie bestimmte Bezeichnungen und Aufmachungen bei den eigenen Usern ankommen.

Mehr Tipps für das Optimieren von Onlineshops

Tipps für bessere Testergebnisse II: Selbst auswerten vs. auswerten lassen

Tipps für bessere Testergebnisse II: Selbst auswerten vs. auswerten lassen

Antje Lasner | Sep 11, 2014 | User-Experience-Tipps

Immer wieder werden wir gefragt, was der Vorteil einer Expertenauswertung für unsere RapidUsertests ist. Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile der eigenen Auswertung vs. der Expertenauswertung. So können Sie selbst entscheiden, was für Ihr Optimierungsprojekt das richtige ist.

Vorteile der eigenen Analyse

Es scheint nur logisch – Sie haben den RapidUsertest erstellt und daher werten Sie ihn auch aus. Sie kennen Ihre Seite am besten und wissen wo Absprungraten und Verweildauer die Conversionrate beeinflussen. Beim Auswerten können Sie daher gezielt auf Hinweise dafür achten. Doch auch andere Punkte sprechen dafür, dass Sie sich die Testervideos einmal anschauen:

  • Sie sehen die Probleme mit eigenen Augen
    Der berühmte Aha-Effekt: Es macht wirklich einen Unterschied, ob Sie erzählt bekommen, wo Probleme auf Ihrer Seite liegen oder selbst einen potenziellen Kunden dabei beobachten wie er auch diese Schwachstelle stößt. Potenzielle Conversionkiller werden Ihnen dabei ungefiltert vor Augen geführt.
  • Sie lernen Ihre Kunden besser kennen
    Sie denken Sie kennen Ihren Kunden: Sie wissen was er kauft, wann er kauft, vielleicht sogar warum er kauft und woher er kommt. Bei einem RapidUsertests schauen Sie Ihrer Zielgruppe jedoch direkt über die Schulter. Sie erfahren, was Ihren Nutzern wichtig ist, was sie anspricht und welche Überlegungen sie während des Webseitenbesuchs tätigen.

Nachteile der eigenen Auswertung

Warum sollten Sie die Testvideos also nicht einfach selber auswerten?

  • Die Auswertung kostet viel Zeit
    Bei mehreren Ergebnisvideos von Nutzern kommt man schnell auf viele aufgezeichnete Teststunden. Der Arbeitsaufwand diese auszuwerten ist dabei groß und wird oft unterschätzt.
  • Das Risiko, dass Sie die Ergebnisse falsch interpretieren
    Nicht jeder ist Experte auf dem Gebiet Usability. Worauf ist bei der Auswertung eigentlich genau zu achten? Was der Tester sagt oder was er auf der Seite tut? Dabei die Ergebnisse richtig zu interpretieren ist nicht immer einfach und Fehler schleichen sich ein.

Sechs Gründe für eine Experten-Auswertung

1.  Sie können sich einfach zurücklehnen
Wir nehmen Ihnen die Arbeit ab und diskutieren mit Ihnen zusammen anschließend die Ergebnisse.

2.  Wir interpretieren Ihre Testergebnisse
Unsere Experten ziehen für Sie die richtigen Schlussfolgerungen. Als studierte Psychologen und Kognitions-Wissenschaftler wissen wir worauf zu achten ist und wie die Ergebnisse interpretiert werden müssen.

 Einige unserer Kunden aus über 100 Analyse-Projekten

3.  Sie erhalten konkrete Optimierungsvorschläge
Ein RapidUsertest entlarvt im Schnitt über 60 Verständnis- und Usability-Probleme. Wir zeigen Ihnen welche Änderungen davon möglichst schnell umsetzbar sind und empfehlen Ihnen die Optimierungen mit der größten Wirksamkeit.

4.  Sie profitieren von einer neutralen Meinung
Als außenstehender Partner spiegeln wir eine neutrale Meinung wider ohne firmenpolitische Beeinflussung. Wir haben damit die Freiheit, auch unbeliebte Dinge anzusprechen und den Finger direkt in die Wunde zu legen.

5.  Kommunizieren Sie die Ergebnisse über ein verständliches Dokument
An der Optimierung einer Webseite sind meist mehrere Abteilungen beteiligt, die man schnell und unkompliziert in die Ergebnisse der Tests einweihen möchte. Sie erhalten von uns ein übersichtliches Dokument, illustriert mit vielen Screen-Shots, das Sie ohne Bedenken intern an andere Abteilungen weiterreichen oder auch zur Kommunikation an externe Dienstleister nutzen können.

6.  Sie haben einen kontinuierlichen Ansprechpartner bei Usability-Problemen
Nicht nur während des Tests informieren wir Sie kontinuierlich über den aktuellen Stand, auch darüber hinaus sind wir Ihr kontinuierlicher Ansprechpartner, um die Ergebnisse zu diskutieren und Usability-Fragen zu klären.

Interesse geweckt?

Probieren Sie uns und unseren Service doch einfach mal aus.

Buchen Sie die Experten-Auswertung beim Usability-Test erstellen ganz einfach dazu. Bestätigen Sie dazu einfach das Feld „Ich habe Interesse an einer zusätzlichen Experten-Auswertung“ und wir melden uns umgehend mit einem unverbindlichen Angebot bei Ihnen zurück.

 Ein unverbindliches Angebot zur Experten-Auswertung durch unsere Usability-Berater können Sie beim Test bestellen einfach anfordern.

Oder stellen Sie einfach eine Anfrage:
Tel: +49 (0)30 544 870 24
Mail: info@userlutions.com

Hier geht es zum ersten Teil unserer Tipps für bessere Testergebnisse (die richtige Stichprobengröße wählen).

Onlineshop optimieren mit den 6 Phasen der Shop-Interaktion

Onlineshop optimieren mit den 6 Phasen der Shop-Interaktion

Benjamin Uebel | Sep 3, 2014 | User-Experience-Tipps

Zusammenfassung: Nutzer interagieren in 6 Phasen mit einem Onlineshop. Durch Usability-Tests lassen sich Conversion-Potenziale in allen Interaktionsphasen aufdecken.

 

Der Besuch eines Onlineshops gestaltet sich für die Nutzer ähnlich wie das Erklimmen eines Berges.

Sie passieren auf dem Weg zum Gipfel mehrere Stationen und müssen immer wieder von neuem den Entschluss fassen, weiter aufzusteigen – bis hin zum Checkout.

Doch nur ein Bruchteil der Shop-Besucher erreicht den Gipfel und schließt die Bestellung ab. Für den Onlineshop-Betreiber bedeutet das: schlechte Conversion-Rate und niedriger Umsatz.

Einen Onlineshop optimieren heißt auch, die 6 Phasen der Shop-Interaktion und ihre jeweiligen Implikationen für die Conversion-Rate zu kennen.

Die 6 Phasen der Shop-Interaktion

Um unsere Kunden optimal bei der Shop-Optimierung zu begleiten, haben wir das 6-Phasen-Modell des E-Commerce entwickelt. Anhand der 6 Phasen lassen sich Usability-Tests wie unsere RapidUsertests gezielt einsetzen, um Bedürfnisse abzufragen, Probleme aufzudecken und so den Onlineshop systematisch zu optimieren. Wir geben Tipps zur Onlineshop-Optimierung in jeder der 6 Interaktionsphasen.

 

Onlineshop optimieren: 6 Phasen der Interaktion

Der Aufbau der 6-Phasen des E-Commerce

 

Phase 1 – Die Suche nach einem geeigneten Onlineshop

Wie gelangt der User eigentlich in deinen Shop?

Deine Nutzer informieren sich auf Google, auf Preisvergleichsseiten, in Testberichten über bestimmte Produkte – also zunächst außerhalb des Onlineshops.

Eine passgenaue Ansprache der Zielgruppe ist hier entscheidend.

Mit Usability-Tests speziell für die Shop-Suche kannst du z.B. herausfinden, wie du dich für den Suchenden in den SERPS bei Google bestmöglich präsentierst.

Mit einem Usability-Test kannst du herausfinden:

  • Mit welchen Keywords wird nach dem Produkt gesucht?
  • Welche Argumente sind in der Google-Ergebnisliste überzeugend?
  • Auf welche Suchergebnisse und Google-Anzeigen wird geklickt UND WARUM?
  • Welchen Weg nimmt der Nutzer eigentlich bis er in meinem Shop landet?

Lasse den Usability-Test dafür nicht auf deiner eigenen Website sondern auf google.de starten.

So könnte die Aufgabe zum Beispiel lauten:

 

Du willst Blumenerde kaufen und suchst deshalb bei Google nach entsprechenden Onlineshops.

  • Welche Ergebnisse sprechen dich an und warum?
  • Welche Seiten würdest du dir genauer anschauen?

 

Ziel ist es, nicht nur den Weg des Kunden zu verstehen, sondern die Suchergebnisse so zu optimieren, dass der Suchende im eigenen Onlineshop landet – und nicht bei der Konkurrenz.

So bekommst du mehr Traffic für deinen Onlineshop und im Rückschluss mehr Verkäufe und steigenden Umsatz.

Phase 2 – Der erste Eindruck

Sind die Nutzer erstmal auf deinem Onlineshop gelandet, entscheiden sie in kürzester Zeit, ob sie bleiben oder die Seite gleich wieder verlassen.

Innerhalb weniger Sekunden stellen sich die Nutzer folgende Fragen:

  • Ist diese Webseite vertrauenswürdig?
  • Passt das Angebot des Shops zu dem was ich suche?
  • Ist sofort erkennbar wie man ins Sortiment gelangt?
  • Ist der Shop übersichtlich und ansprechend gestaltet?

Bei diesen Fragen muss dein Shop punkten und die Antworten schnell auffindbar sein.

In einem Usability-Test kannst du herausfinden, wie du abschneidest, und was du noch optimieren solltest.

Schick die Tester dazu einfach auf deinen Onlineshop und gib Ihnen folgende Aufgabe:

 

Schildere deinen ersten Eindruck von der Webseite.

  • Was fällt dir positiv und was negativ auf?
  • Würdest du auf der Webseite bleiben? Warum (nicht)?

 

Anhand der Ergebnisse kannst du deinen Onlineshop optimieren und einen besseren ersten Eindruck hinterlassen.

Phase 3 – Suchen und Finden von Produkten

Hat der Nutzer sich entschieden, dass dein Onlineshop seine Anforderungen erfüllt, macht er sich auf die Suche nach einem passenden Produkt. Vielleicht durchforstet er dafür alle Kategorien, nutzt die interne Suche oder lässt sich von Teaser-Bildern auf der Startseite leiten. Auch die Nutzung von Filtern spielt hier eine Rolle.

Um den Nutzer optimal bei seiner Suche zu unterstützen, empfehlen wir folgende Fragen durch einen Usability-Test zu überprüfen:

  • Versteht der Nutzer die Kategorien des Shops und erkennt er welche Produkte dazu gehören?
  • Findet der Nutzer auf schnellem Wege alles was er sucht?
  • Liefert die interne Suchfunktion nützliche Suchergebnisse?
  • Erhält der Nutzer ausreichend Informationen über die Produkte, um sich zu entscheiden?

So könntest du eine Aufgabe formulieren, um die Produktsuche zu testen:

 

Suche nach einem Produkt, das dir gefällt und deinen Bedürfnissen entspricht. 

  • Was fällt dir positiv und was negativ auf?
  • Welche Informationen helfen dir dabei, welche sind überflüssig?

 

So entdeckst du Optimierungsmöglichkeiten bei der Produktsuche.

 

 

Phase 4 – Die Auswahl eines passenden Produkts

In Shops mit einem großen Warenangebot werden über die Produktsuche oft viele Produkte gefunden, die auf den ersten Blick passend erscheinen. Jetzt muss sich der Nutzer für eines entscheiden.

Für die endgültige Produktauswahl brauchen sie Informationen, die sich in einem Usability-Test herausfinden lassen.

Zwei Seiten sind für die Entscheidung für ein Produkt wichtig: Die Produktübersichtsseite und die Produktdetailseite.

Die entscheidenden Fragen sind:

  • Welche harten Entscheidungskriterien haben die Nutzer?
    Diese sollten bereits auf der Produktübersichtsseite zu finden sein, so dass der Nutzer bereits eine Vorauswahl treffen kann.
  • Welche weiteren Informationen benötigt der Nutzer für die Kaufentscheidung?
    Diese sollten auf jeden Fall in der Produktbeschreibung auf der Produktdetailseite zu finden sein.

Eine mögliche Aufgabenstellung könnte ein:

 

Suche nach einem Produkt, das dir gefällt und deinen Bedürfnissen entspricht.

  • Schau dir zunächst mehrere Produkte genauer an. Warum hast du diese Produkte ausgewählt?
  • Was gefällt dir gut und was schlecht an den ausgewählten Produkten? Welche Informationen fehlen dir?
  • Entscheide dich nun für ein Produkt. Welches wählst du und warum?

 

 

Phase 5 – Der Checkout

Ist ein Nutzer im Onlineshop fündig geworden, wechselt er in die fünfte Phase. Hier durchläuft er den Checkout, registriert sich und macht Angaben zur Zahlung und Lieferung.

Ist er schon so weit gekommen, gibt er nicht mehr so schnell auf – sollte man denken. Doch gerade hier sind die Abbruchraten oft am höchsten. Um die Usability des Checkouts zu optimieren, sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Ist eine Gastbestellung möglich?
  • Fragen die Formulare nur relevante Daten ab und sind sie nicht zu lang und umständlich?
  • Sind die Lieferbedingungen und angebotenen Zahlungsmöglichkeiten zufriedenstellend?
  • Wirkt der Onlineshop weiterhin vertrauenswürdig?

Welche Fragen sich deine Nutzer sonst noch stellen, was für sie unklar ist, wo sie nicht weiterkommen und warum sie gegebenenfalls abbrechen würden, erfährst du in Usability-Tests.

Formuliere die Aufgabe beispielsweise so:

 

Lege dein gewünschtes Produkt in den Warenkorb und schließe deinen Einkauf ab, klicke am Ende aber NICHT auf „Kaufen“.
Kommentiere dich durch den Bestellprozess.

 

 

Phase 6 – Wiederkauf

Ist ein Kunde einmal gewonnen, wünschen sich Shopbetreiber, dass dieser nicht nur einmal kauft, sondern zum Wiederkäufer und loyalem Stammkunden wird. Statistiken zeigen, dass das einen guten Grund hat: Bestandskunden konvertieren fünf- bis neunmal besser als Erstkäufer. Treue Kunden machen so 40% des Umsatzes aus, obwohl sie nur für 20% des Besuchertraffics auf der Seite sorgen.

Usability-Tests mit bestehenden Kunden zeigen Ihnen, welche Stärken und Schwächen dein Onlineshop aus Kundensicht hat und welche ihrer Bedürfnisse noch nicht erfüllt werden.

Ein zentrales Mittel, um Kunden zu reaktivieren ist der Newsletter. Damit er möglichst viele Stammkunden zurück in Ihren Shop führt, kann der Newsletter durch Testung der folgenden Fragen optimiert werden:

  • Ist das Produkt ansprechend inszeniert?
  • Werden Preise und Angebote im Newsletter transparent kommuniziert?
  • Ist der Newsletter funktional und übersichtlich gestaltet?

Wie du Newsletter-Tests durchführst, liest du hier: Die Erfolgsfaktoren guter Shop-Newsletter (Fallstudie)

Mit dem 6-Phasen-Modell kontinuierlich testen

Durch ein kontinuierliches Testen der 6 Phasen wird der Nutzer besser bei seinem Kaufprozess unterstützt. Die Entscheidung, ob er den Berg weiter erklimmen soll, wird ihm leicht gemacht.

Ziel der RapidUsertests ist es dabei systematisch alle Probleme zu finden, warum Nutzer die Webseite verlassen und diese Gründe zu eliminieren, um so die Wahrscheinlichkeit von Abbrüchen in jeder Phase zu minimieren. Unsere Usability Experten geben zudem gezielte Optimierungsvorschläge, wie Sie die Stolpersteine in Ihrem Onlineshop aus dem Weg räumen können.

Wie du RapidUsertests in allen 6 Phasen und darüber hinaus einsetzen kannst: Ideen für den Einsatz von Crowd-Usability-Tests

Was sind deine Best-Practices für die Optimierung in den verschiedenen Phasen? In welchen Phasen hast du schon selbst Usability-Tests eingesetzt?

Seite 1 von 3123